Donnerstag, 20. Juli 2017

34. Tag, Innerpflersch-Maiern

Nach einem guten Frühstück wanderte ich um 8:15 Uhr los. Es scheint die Sonne. Gleich beginnt der lange Aufstieg. Die Steigung ist nicht zu stark. Es geht auf einer Schotterstraße im Zickzack durch den Wald hoch. Trotzdem habe ich Mühe und brauche viele Pausen. Scheinbar bin ich durch die Erkältung nicht so Fit wie gewünscht. Um kurz nach neun Uhr erreiche ich eine Alm. Leider kann man erst ab 10:00 Uhr etwas konsumieren. 


So wandere ich halt weiter. Kurz oberhalb der Alm überholt mich ein Pärchen. Sie scheinen Tageswanderer zu sein. 
Weiter geht es auf dem Wanderweg. Den Wald lasse ich hinter mir. Es folgt ein schöner Abschnitt durch Almwiesen. Die Kühe lassen sich nicht stören. 


Im Zickzack überwinde ich eine Steilstufe. An einem Bach mache ich eine weitere Pause. Durchs Geröll geht der letzte Aufstieg zum Sattel weiter. Der Weg ist sehr gut und recht breit. Auf dem Sattel mache ich meine Mittagspause. Es windet hier, doch ich finde einen geschützten Platz. 
Schon beim Aufstieg gab es einzelne Wolken, welche die Sonne immer wieder verdeckten. So war es nicht zu heiß. Nun verdunkelt sich der Himmel immer mehr. Die Sonne scheint gar nicht mehr. Deshalb beginne ich den Abstieg. In Kurven geht es einen Wiesenhang runter. Bald erreiche ich eine Schotterstraße. Der Wanderweg würde die Straße immer wieder abkürzen. Da diese Abkürzungen aber recht steil sind, bleibe ich lieber auf der Straße. Es sind zwar so mehr Kilometer zu laufen, doch für meine Knie ist es besser. 
Schon bald fallen die ersten Regentropfen. Noch werde ich aber nicht nass. Irgendwann erreiche ich wieder den Wald. Es folgt ein kurzer Regenguss. 
Gegen 15:30 Uhr komme ich zur Bushaltestelle in Maiern. Endlich ist diese Etappe geschafft! Beim warten auf den Bus, fängt der Regen wieder an. Es blitzt auch und der Regen wird immer stärker. Um 15:50 Uhr kommt endlich der Bus. In Maiern habe ich leider kein Zimmer mehr bekommen. Deshalb fahre ich mit dem Bus nun nach Mareit. Es sind etwa 20 Minuten fahrt. Unterwegs schüttet es kurz aus vollen Kübeln! Man sieht kaum noch die Straße. Als ich aussteige, regnet es zum Glück nicht mehr so stark. Bis zur Pension Sonnseit sind es noch 10 Minuten zu Fuß zum laufen. Das Zimmer ist sehr schön. 

Tagesstatistik
Strecke: 17.4km                   Dauer: 4h
Rauf: 1290m                        Runter: 1140m
Höchster Punkt: 2510m       Niedrigster Punkt: 1220m

Tourstatistik
Strecke: 632km                    Dauer: 143h
Rauf: 24148m                      Runter: 26878m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


Mittwoch, 19. Juli 2017

33. Tag, österreichische Tribunaulhütte-Innerpflersch

Gegen 8:00 Uhr wanderte ich los. Es war wieder schönes Wetter. Nach kurzem hole ich die Fahrradfahrer wieder ein. Sie müssen das Fahrrad hier auch schieben oder sogar tragen. 


Zusammen liefen wir weiter. Zuerst führte der Wanderweg durch ein Geröllfeld. Stetig geht es bergauf. Anschließend ging es im Zickzack durch eine Wiese steiler rauf. Irgendwann erreichten wir die Scharte. Wir machten eine Pause. Die Aussicht ist spitze! 


Viele Gipfel sehe ich.


Die Radler düsen nun talwärts und ich mache mich auch an den Abstieg. Bald erreiche ich die italienische Tribulaunhütte. Sie steht an einem kleinen See. Dort treffe ich die Radfahrer wieder. Wir trinken etwas zusammen.  
Weiter geht der Abstieg. In vielen kehren führt der Wanderweg steil abwärts. Entlang des Weges hat es wieder viele bunte Blumen. Hier kommen mir sehr viele Tageswanderer entgegen. Langsam ziehen immer dunklere Wolken am Himmel auf. Ich komme vorbei an kleinen Bächen und kleineren und größeren Wasserfällen. Zurück ging es in den Wald hinein. Endlich erreiche ich den Talboden. Bei einer Bank möchte ich meine Mittagspause machen. Kurz darauf fängt es an zu regnen. Schnell packe ich alles wieder ein und ich rüste auf Regen um. Weiter geht mein Weg das Tal runter. Bald erreiche ich eine Straße. Nach etwa 20 Minuten hört der Regen wieder auf und die Sonne ist zurück. Die Wolken verziehen sich fast vollständig. Der Straße folge ich , bis ich Innerpflersch erreiche. Um 14:00 Uhr komme ich beim Hotel Argentum an. 

Tagesstatistik
Strecke: 12.7km                   Dauer: 3h
Rauf: 530m                          Runter: 1350m
Höchster Punkt: 2600m       Niedrigster Punkt: 1220m

Tourstatistik
Strecke: 614.6km                 Dauer: 139h
Rauf: 22858m                      Runter: 25738m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


32. Tag, Obernberg-Österreichische Tribunalhütte

Start war heute um 8:30 Uhr. Die Etappe ist kurz aber heftig. Nicht viele Kilometer, dafür um so mehr Höhenmeter stehen mir bevor. Es ist wieder sonnig und warm. Nur an den Bergspitzen entlang hat es ein paar Wolken. Landschaftlich komme ich heute voll auf meine Kosten. Hohe, felsige Gipfel umgeben mich. Es sind die aus dolomitgestein bestehenden Tribulaune. Hier, und nicht etwa in den Dolomiten, wurde das Dolomitgestein entdeckt. 
Zunächst lief ich zurück zum Gasthaus Waldesruh. Dort bog ich rechts ab und ich wanderte in ein kurzes Seitental hinein. Hier stieg der Wanderweg schon leicht an. Noch war der Aufstieg aber recht gemütlich. 


Kurz vor dem Ende des Tales kam ich zu einer Wegkreuzung. Dort war ein Geocache versteckt. Ich legte eine kurze Pause ein. Nachdem ich den Geocache wieder versteckt hatte, wollte ich zurück zum Rucksack laufen. Dabei übersah ich im hohen Gras einen Ast am Boden. Mit dem rechten Fuß blieb ich daran hängen und stürzte zu Boden. Mit dem linken Oberschenkel knallte ich auf einen Stein runter. Aua, hat das weh getan! Im ersten Moment dachte ich schon, dass wars mit meiner Wanderung. Doch nach einer Weile verging der Schmerz wieder. Es wird sicher ein großer blauer Fleck zurück bleiben und bei Berührung tut es weh, doch beim laufen spüre ich nichts. Nochmals Glück im Unglück gehabt. Meine linke Seite scheint anfällig zu sein. Immer lande ich bei einem Sturz auf der linken Seite. Keine Ahnung warum. 
Jetzt fing der eigentliche Anstieg erst an. Steil im Zickzack ging es den Berg hoch. Die Neigung des Hanges war hier noch nicht zu stark. Durchs Gebüsch wanderte ich nach oben. 


Der Schweiß floss in Strömen. Viele kleine Pausen brauchte ich, denn meine Nase ist noch nicht besser. Stetig kam ich höher hinauf. Bei einem kleinen Bach konnte ich mich eine wenig erfrischen. Zur Mittagszeit erreichte ich eine Hochebene. Hier machte ich meine Mittagspause. 

Da unten war ich heute morgen noch. 
Ein Pärchen kam mir hier entgegen. Die einzigen Wanderer, welche ich heute treffe. Gespannt fragte ich sie über den Wegverlauf aus. Es soll ein nicht gerade leichter Übergang sein. Auch sie sagten mir, dass man Schwindelfrei sein sollte. Jetzt hatte ich natürlich noch mehr Sorgen, ob ich dem gewachsen war. Schlimmstenfalls würde ich halt wieder absteigen. 
Gestärkt ging der Aufstieg weiter. Immer felsiger wurde das Gelände. Es kamen ein paar ausgesetzte Stellen. Doch der Weg war gut und ich konzentrierte mich ganz auf den Weg. So muss ich nicht runterschauen. Dann kam eine Mulde, wo ich durch ein kleines Altschneefeld laufen muss. 


Bald darauf komme ich zum Übergang. Etwa 20 Meter geht es hier am Grat entlang. Auf beiden Seiten geht es runter. Da der Weg hier breit ist, überwinde ich meine Angst und ich laufe Vorsicht weiter. Die ersten paar Meter runter waren noch recht ausgesetzt, auch hier komme ich mit Vorsicht durch. Ein Stein viel mir nun vom Herzen, dass die schwierigen Stellen durch waren! Es war aber nicht so schlimm, wie ich erst befürchtet hatte. 
Im Zickzack geht es runter zu einem Bach. Nicht weit davon entfernt steht die österreichische Tribulaunhütte. Kurz vor der Hütte suche ich noch einen Geocache. Gegen 14:00 Uhr komme ich bei der Hütte an. Im Massenlager bekomme ich eine Matratze zugeordnet. Da ich die erste bin, kann ich den Schlafplatz noch aussuchen. Die Hütte wird von den Eltern vom Skifahrer Manfred Pranger bewirtschaftet. Es sind sehr nette Leute. Vier Generationen helfen hier tatkräftig mit. 
Langsam ziehen immer dunklere Wolken am Himmel auf. Etwa um 16:00 Uhr erreicht uns das Gewitter mit starkem Regen und einem Hagelschauer. Das Gewitter geht weiter bis in die Nacht hinein. Im Massenlager sind nur noch drei Fahrradfahrer untergebracht. Sie machen die Alpenüberquerung von Nord nach Süd. 

Tagesstatistik
Strecke: 9.6km                     Dauer: 2h
Rauf: 1170m                        Runter: 1010m
Höchster Punkt: 2550m       Niedrigster Punkt: 1370m

Tourstatistik
Strecke: 601.9km                 Dauer: 136h
Rauf: 22728m                      Runter: 24388m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


Montag, 17. Juli 2017

31. Tag, Sattelbergalm-Obernberg

Heute war Kaiserhaftes Wetter! Sonne pur und keine Wolken. Erst gegen den Abend kamen ein paar Wolken zum Vorschein. 
Gegen 8:30 Uhr wanderte ich los. Vom Schneetreiben bei der Europahütte habe ich mir eine dicke Erkältung eingefangen! Heute lief meine Nase fast ohne Unterbrechung. Dadurch viel mir das hochlaufen noch schwerer als sonst schon. Aber irgendwie ging es. 
Zuerst stieg ich durch den Wald und dann oberhalb der Waldgrenze hoch zum Sattelberg. Dort oben steht ein schönes Kreuz. Die Aussicht ist grandios! Man sieht den Olperer und viele andere Berge und einige Täler. 

Olperer
Nun gab es zwei Varianten weiter zu wandern. Entweder über die Hügelspitzen, mehr und steilere Höhenmeter, oder ich folge einer alten Militärstrasse. Die erste Variante wäre von den Aussichten her sicher die schönere gewesen. Doch ich wählte die Schotterstraße. So machte ich zwar mehr Kilometer, dafür ging sie im leichtem auf und ab gemütlich dahin. So konnte ich mich aufs tolle Panorama und auf die vielen bunten Blumen konzentrieren. Da hier die Grenze durchgeht, hat es sehr viele alte Bunker entlang der Straße. Sie wurden zu Mussolinis Zeit gebaut. Zwei habe ich näher besichtigt. 
Da hier eine Variante der Alpenüberquerung per Bike durchkommt, traf ich viele Biker. Das Panorama änderte sich immer wieder. Irgendwann kamen der Hochfeiler und der Hochferner hinter anderen Bergen hervor. 


In der Ferne sah ich auch Sterzing und Ein paar Gipfel der Dolomiten. Meine Mittagspause machte ich bei einer kleinen Alm. Es war niemand dort, doch im Brunnen waren Getränke kaltgestellt und daneben war eine Kasse.


Ich steckte ein paar Münzen rein und nahm mir ein Apfelsaft. 

Wieso da wohl Graz steht? Komischer Zufall!
So erfrischt lässt es sich wieder viel besser wandern. Weiter ging es auf der Straße bis zum Sandjöchl. Ab hier folgte ich einem Wanderweg runter ins Tal und zwar auf österreichischer Seite. Halb unten kam ich wieder in eine Schotterstraße rein. Die Bauern waren hier überall am Heuen. Es ging jetzt zurück in den Wald. Bald erreichte ich den Obernberger See. Er liegt mitten im Wald und das Wasser war heute richtig Türkis. Ein sehr schöner Platz. Viele Tagesgäste waren hier. Die Kinder waren am Baden. 
Bei der Kapelle machte ich eine Pause. Natürlich besuchte ich auch noch den Geocache. Später finde ich noch einen zweiten Cache. Nochmals geht es s ein Stück abwärts zum Gasthaus Waldesruh. Leider haben sie kein Zimmer mehr frei. Deshalb muss ich noch die ungefähr zwei Kilometer nach Obernberg weiter laufen. Wenigstens hat es nun kaum noch Gefälle. Es sind nur etwa 50 Höhenmeter runter. Im Almis Alpengasthof finde ich noch ein Zimmer. Dort treffe ich gegen 17:30 Uhr ein. 
Heute sah ich drei Murmeltiere und eine Schlange. Leider konnte ich von der Schlange kein Foto machen. Sie war einfach zu schnell für mich. 

Tagesstatistik
Strecke: 21.8km                   Dauer: 4.5h
Rauf: 760m                          Runter: 1010m
Höchster Punkt: 2210m       Niedrigster Punkt: 1380m

Tourstatistik
Strecke: 592.3km                 Dauer: 134h
Rauf: 21558m                      Runter: 23378m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


Sonntag, 16. Juli 2017

30. Tag, Europahütte-Sattelbergalm

Letzte Nacht hat es heftig gestürmt! Um 7:30 Uhr war ich bereit für die nächste Etappe. Zusammen mit Volker und seinem Neffen suchten wir noch den Geocache neben der Hütte. Es war kein Vergnügen. Es war -1 Grad kalt und der Wind pfeift immer noch ordentlich. Doch schließlich fand Volker die kleine Dose. Nun hieß es Abschied nehmen, denn Volker wandert eine andere Route als ich weiter. 
Durch ein großes Steinfeld ging es nun für mich sehr lange abwärts. 


Zwischendurch hat es auch kleine Wiesen mit Kühen. Am Morgen ist der Himmel noch bedeckt. 


Gegen Mittag kommt dann die Sonne raus und es wird ein herrlicher Nachmittag. Die Berge um mich herum sind atemberaubend schön! Steil geht es runter in den Wald und zum Talboden. Auf einer Schotterstraße laufe ich vorbei an zwei Almen. Die Bauern haben das Gras gemäht. Es duftet sehr gut! 
Kurz vor dem Mittag komme ich beim Brennerpass an. Dort gehe ich ins Outletcenter. So kann ich endlich einmal wieder ins Internet. Im Restaurant esse ich eine Kleinigkeit. Dabei kann ich auch mein Handy aufladen. 
Nach etwa zwei Stunden wandere ich wieder weiter. Der Pfad geht nun sehr steil den Hügel hoch. Wenigstens ist er im Wald und ich kann im Schatten laufen. Es kostet mich einiges an Schweißtropfen hier hoch zu kommen. Obwohl es im Zickzack rauf geht, ist der Weg sehr steil. Das letzte Stück geht noch über eine Metalltreppe hoch. Erschöpft erreiche ich eine Hochebene. Endlich geht es flach weiter. Bald komme ich in eine Forststrasse rein und der folge ich bis zur Sattelbergalm. Die Alm erreiche gegen 15:30 Uhr. Dort kriege ich ein Dreibettzimmer für mich alleine. Eine tolle Unterkunft ist das hier. Schöne einfache Zimmer mit Strom. Es hat Internet und eine Dusche. Das Essen schmeckt super und das Personal ist sehr freundlich! Dazu kommt noch das tolle Panorama! 


Nach der Dusche genieße ich die Sonne auf der Terrasse. Es hätte sogar eine Sauna und einen Whirlpool. 

Tagesstatistik
Strecke: 12km                      Dauer: 3h
Rauf: 390m                          Runter: 1400m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 1360m

Tourstatistik
Strecke: 570.5km                 Dauer: 129.5h
Rauf: 20898m                      Runter: 22368m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


29. Tag, Stein-Europahütte

Da heute eine kürzere Etappe auf dem Plan stand, schlief ich mal länger. Erst nach 8:00 Uhr ging ich zum Frühstück runter. Das Wetter war heute richtig mies. Es war eiskalt, dazu wehte immer wieder der Wind. Mehrmals gingen Schneeschauer auf mich nieder! Es ist ar so richtig ungemütlich draußen. 
Um 9:00 Uhr wanderte ich los. Ein Wanderweg führte mich durch den Wald aufsteigend zur 4. Kehre der Schotterstraße. Dort bog mein Wanderweg wieder ab und nun ging es recht steil ansteigendend aufwärts weiter. Die Schuhe waren schnell durchnässt. Der Weg war schmal und ich streife immer wieder das Gras oder Büsche. Vorbei geht es an vielen kleinen Bächen. Irgendwann erreiche ich eine verfallene Alm. Dort mache ich eine kurze Pause. Die Pausen sind heute wegen des Wetters immer recht kurz. Da alles nass ist, kann ich mich auch nirgendwo hinsetzen. Nur kurz, etwa 5 Minuten lang, scheint mal die Sonne. Im Tal unten scheint sie viel mehr. Leider ist das tolle Panorama heute fast nicht zu sehen. Die Berge verstecken sich in den Wolken. 
Weiter geht der Aufstieg. Als ich zu einer Abzweigung komme, hier kommt der Weg vom Pfitscherjoch dazu, verwandelt sich der Weg in eine Autobahn. Schön breit und sehr gut ausgebaut ist der weitere Weg nun.


Ganz kurz sehe ich eine Gams. Leider ist sie zu schnell für ein Foto. Der weg geht nun längere Zeit in leichtem hoch und runter weiter. Das Gelände ist sehr steinig. Oft läuft man über Steinplatten. Nur wenig Gras und Blumen hat es hier oben. Die Etappe zieht sich sehr in die Länge. Aber das ist vermutlich nur ein Gefühl. Wäre das Wetter besser, würde ich diese Wanderung sehr genießen. Denn die Landschaft ist einfach toll und das Panorama wäre auch super! Leider friere ich heute und stapfe durch den Schnee weiter. Inzwischen bleibt ein schäumchen Schnee liegen. 


Das letzte Stück geht nochmals steiler hoch zu einem Übergang. Knapp dahinter kommt die Europahütte aus dem Nebel hervor. Zuerst sah ich sie gar nicht und wollte noch in die falsche Richtung laufen. Kurz nach 13:30 Uhr erreiche ich frierend und durchnässt endlich die Hütte. Ich war noch nie so froh, eine Hütte zu sehen!
Schnell ziehe ich mir trockene Kleider an und nach einer wärmenden Suppe taue ich langsam wieder auf. 
Die Europahütte ist sehr speziell. Die Grenze geht nämlich mitten durch die Hütte. Deshalb wird sie von zwei Sektionen betrieben. Man kam also in Italien schlafen und geht dann nach Österreich essen. 
Am Abend hatten wir dann noch einen Event. Volker und sein Neffe haben ihn Organisiert. Volker startet heute seine Tour zur zweiten Phase. Das Event war sehr spannend. Wir tauschten viele Informationen aus. Es war schön euch getroffen zu haben. Dir Volker wünsche ich viel Glück bei Phase zwei.

Tagesstatistik
Strecke: 9.3km                     Dauer: 2.5h
Rauf: 1120m                        Runter: 40m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 1550m

Tourstatistik
Strecke: 558.5km                 Dauer: 126.5h
Rauf: 20508m                      Runter: 20968m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


28. Tag, Pfunders-Stein

Heute machte ich einen fruhen Start. Die Etappe wird als lang und anstrengend angegeben. Zudem soll es nachmittags schlechtes Wetter geben. So wanderte ich bei kühlen Temperaturen um 6:00 Uhr los. Das Frühstück wurde mir bereitgestellt. 
Es war neblig aber trocken. Der Straße folgte ich aufwärts bis Dun. Von dort ging es auf einer Schotterstraße weiter links in ein Seitental hinein. Mächtige Berge umgeben mich. Auch wenn sie sich ein wenig im Nebel verstecken. Zuerst geht die Straße noch durch den Wald, doch schon bald bin ich über der Waldgrenze und ich erreiche Almwiesen. Heute scheint Murmeltiertag zu sein. Bei dieser Tour sah ich bisher kein einziges. Nun sehe ich heute gleich zwanzig von Ihnen! Überall pfeift es. 


Vorbei geht es an einer ersten Alm. Hier scheint niemand zu sein. Steiler geht es hoch zu einer zweiten Alm. Hier trinke ich etwas und ich schwatze ein wenig mit dem Senner. Die Aussicht ist toll!


Obwohl es ein langer Aufstieg ist, kann ich das Wandern heute genießen. Es gibt ja auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Das lenkt mich von den Strapazen ab. Eine Zeitlang sah es aus, als ob es ein schöner Tag wird. Der Nebel löste sich langsam auf und blauer Himmel kam zum Vorschein. Die Berge waren sogar im Sonnenschein zu sehen. Leider war das nur von kurzer Dauer. Bald war der Himmel völlig bedeckt. Ein leichter Wind kam auf und es wurde richtig kalt. So machte ich nur kurze Pausen, sonst wäre ich richtig ausgekühlt. Da ich hochlief, schwitzte ich nämlich trotzdem. 
Hinter der Alm ging es nun auf einem Wanderweg weiter. Durch Wiesen ging es stetig hoch zu einem See. Hier machte ich meine kurze Mittagspause. Es fing nun leicht zu regnen an. So machte ich alles regendicht und ich zog meine Regenjacke und Regenhosen an. Allerdings mehr als Windschutz, denn gegen den Regen. Ich wurde nicht mal richtig nass. Es rieselte mehr. Dieser Regen jeden Nachmittag oder Abend geht mir langsam auf den Wecker! Kann es nicht mal wieder einfach einen ganzen Tag lang schön sein? 
Nach dem See folgte ein steiniger Aufstieg zur Gliederscharte. Hier liegen auch noch einige Schneefelder. Der Wanderweg ist aber Schneefrei. Kurz vor der Scharte kommen mir die ersten Weitwanderer entgegen. Es werden noch ein paar folgen. Am Mittag habe ich die Gliederscharte endlich erreicht! Ein kleines bisschen bin ich stolz, wie leicht mir der Aufstieg fiel. Leider hüllt sich der Hochfeiler mit seinen Gletschern in den Nebel ein. Von hier hätte man eine schöne Sicht auf diesen Zillertaler Gipfel. Der Wind bläst gewaltig auf der Scharte und es ist eisig kalt. Deshalb beginne ich recht schnell den Abstieg. Über ein Geröllfeld geht es im Zickzack runter. Weiter unten lässt der Wind ein wenig nach und ich mache eine Pause. Langsam verschwindet der Nebel beim Hochfeiler und ich warte geduldig bis er fast ganz zu sehen ist. Wunderschön, die Berge und die Gletscher! 

 
Wie klein wir doch sind auf dieser Erde. 
Stetig geht es nun runter ins Tal. Durch bunte Blumenwiesen folge ich dem Weg runter zum Bach. Auf der anderen Bachseite geht es zurück in den Wald. Bald stoße ich auf die Schotterstraße, welche vom Pfitscherjoch runterkommt. Ihr folge ich runter bis nach Stein. Es ist ein winziges Dorf. Nur 3-4 Gebäude. Es hat einen Gasthof. Dort habe ich ein Zimmer reserviert. Gegen 15:30 Uhr erreiche ich viel früher als geplant den Gasthof. So hat mein Körper wenigstens Zeit sich zu erholen. 
Kai, ich habe deine Grüße an Sonja weiter geleitet. Ich soll dich ganz herzlich zurück Grüßen!

Tagesstatistik
Strecke: 19.5km                   Dauer: 4.5h
Rauf: 1470m                        Runter: 1180m
Höchster Punkt: 2640m       Niedrigster Punkt: 1150m

Tourstatistik
Strecke: 549.2km                 Dauer: 124h
Rauf: 19388m                      Runter: 20928m
Höchster Punkt: 2640m       Niedrigster Punkt: 330m



27. Tag, Kiens-Pfunders

Heute ging es nun weiter Richtung Monaco. Mit den neuen Innensohlen in den Wanderschuhen lief ich um 8:30 Uhr los. Die Innensohlen habe ich in Bruneck besorgt. In einem Sportgeschäft wurde ich recht gut beraten. 
Auf dem Radweg ging es weiter das Pustertal entlang. Es ging durch Wiesen und Felder. Nur die berühmten Obstbäume vermisse ich. Der Talboden ist wahrscheinlich zu eng und die Meereshöhe ein wenig zu hoch, für größere Plantagen. 


Kurz vor Niedervintl kamen mir die ersten Weitwanderer entgegen. Sie sind auf dem Weitwanderweg München-Venedig unterwegs. Mit zwei von ihnen kam ich ins Gespräch. Sonst scheinen die Europäer nicht so gesprächig zu sein. In Amerika kam man sofort ins Gespräch und tauschte Erfahrungen aus. Hier muss man schon froh sein, wenn gegrüßt wird. 
In Niedervintl trank ich ein Spezi in einem Café. Anschließend verlasse ich das Pustertal und ich biege ab nach Norden ins Weitental. Eine gemütliche Steigung beginnt jetzt. Auf Schotterstraßen folge ich dem Bach ins Tal hinein. Mal geht es durch den Wald, dann wieder durch malerische Wiesen. Die Landschaft ist einfach wunderschön! Ich genieße die Wanderung richtig. Dadurch dass ich beim hochlaufen langsam unterwegs bin, fallen mir auch die kleinen Dinge am Wegrand auf. Seien das bunte Schmetterlinge, Insekten, Schnecken oder schöne Blumen. Auch Speedy Gonzales traf ich heute. Eine Maus sauste förmlich vor mir über die Straße. 
Nach meiner Mittagspause folgte ein Abschnitt, welcher entlang der Straße führte. Die Sonne schien heute. Es hatte aber auch Wolken am Himmel. So ging es noch von der Hitze her. Der Regen am Nachmittag blieb heute auch mal aus. Das letzte Stück nach Pfunders ging es wieder auf einer Schotterstraße weiter. In Pfunders erklomm ich noch den Hügel zur Kirche rauf. Dort lag der einzige Geocache von heute versteckt. Nach kurzer Suche fand ich ihn. Runter ging es nun zum Hotel Brugger. Dieses erreichte ich um 15:30 Uhr.


Lag es nun an der Pause oder sind es die neuen Innensohlen, meine Füsse haben heute nicht geschmerzt. 

Tagesstatistik
Strecke: 21.5km                   Dauer: 4.5h
Rauf: 460m                          Runter: 110m
Höchster Punkt: 1150m        Niedrigster Punkt: 730m

Tourstatistik
Strecke: 529.7km                 Dauer: 119.5h
Rauf: 17918m                      Runter: 19748m
Höchster Punkt: 2320m       Niedrigster Punkt: 330m


Mittwoch, 12. Juli 2017

12.7.2017 Pause

Heute war Erholung angesagt. Nach dem Wäsche waschen ging ich ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Per Post schicke ich den ersten Reiseführer nach Hause und beim Bankomat hole ich noch Bargeld. Anschließend erledige ich verschiedene Sachen im Internet. Unter anderem reserviere ich die nächsten drei Unterkünfte und ich lade die Geocaches für die nächsten Tage runter. 
Danach faulenze ich ein wenig. 

26. Tag, Welsberg-Kiens

Die heutige Etappe musste ich kürzen. Meine Füße und Knie wollten nicht nochmals 30 Kilometer wandern. Deshalb lief ich zum Bahnhof und nahm den Zug nach Percha/Kronplatz. Vom Hotel hatte ich eine Karte bekommen, mit der ich 7 Tage lang in Südtirol die Züge und Busse gratis benützen kann. So konnte ich die wenigstens ein wenig nutzen. 
So gegen 9:30 Uhr startete ich meinen Spaziergang. Es ging auf dem Fahrradweg durch den Wald und entlang eines Baches. Zwei Tunnels passierte ich unterwegs auch noch. Der Weg hat mir sehr gut gefallen. Einmal ging es kurz runter, sonst waren kaum Gefälle drin. Die letzte Stage der ersten Phase besuchte ich auch noch. 
Schon bald erreichte ich Bruneck. Dort sah ich mir die Altstadt ein wenig an. Bei der Mittagspause rechnete ich nun die Infos vom Multi zusammen. Ich hoffe meine Koordinaten für die Zwischendose stimmen. 
War das Wetter am Morgen noch gut, regnete es am späteren Nachmittag wieder einmal. Von Bruneck nahm ich den Zug nach Ehrenburg. Die letzten fast 2 Kilometer zu meiner Unterkunft, Hotel Elisabeth, in Kiens ging es wieder zu Fuß. 
Das Hotel erreichte ich so gegen 15:00 Uhr. Mein Zimmer hat sogar eine Badewanne! Seit genau einem Monat kann ich wieder einmal baden! Das koste ich auch genüsslich aus. Der Internetempfang ist auch super. Hier bleibe ich zwei Nächte. Morgen mache ich eine Pause. 

Tagesstatistik
Strecke: 9km                        Dauer: 2h
Rauf: 40m                            Runter: 150m
Höchster Punkt: 910m         Niedrigster Punkt: 890m

Tourstatistik
Strecke: 508.2km                 Dauer: 115h
Rauf: 17458m                      Runter: 19638m
Höchster Punkt: 2320m       Niedrigster Punkt: 330m


Dienstag, 11. Juli 2017

25. Tag, Sillian-Welsberg

Gestern Abend hat es noch ein heftiges Gewitter gegeben. Auch in der Nacht regnete es weiter. Heute morgen war es teilweise bewölkt, doch die Sonne schien. Zu heiß wurde es aber zum Glück nicht. Ich bin ja auch immer noch auf über 1000 Meter über Meer. Das Pustertal gefällt mir sehr gut. 
Nach einem guten Frühstück startete ich um 8:30 Uhr meine Wanderung. Da es heute auf dem asphaltierten Fahrradweg durchs Tal ging, habe ich meine Crocs angezogen. 
Höhenunterschiede gab es heute fast keine, dafür sehr viele Kilometer. Der Weg ging durch Wiesen und lange entlang der Drau. Vorbei ging es an vielen kleinen und größeren Dörfern. Innichen durchquerte ich und Toblach wurde gestreift. Heute sah ich drei Autos aus der Schweiz. Eines von Luzern, eines von Zug und ein Swiss Skibus von Bern. Da kam gleich ein wenig Heimweh auf. Doch das war schnell vorüber. 
Auf dem Radweg war sehr viel los. Es ist eine beliebte Strecke. Die Temperatur war heute angenehm, es hat auch immer wieder Schatten. Auch Bänke hat es hier. 


Ich habe heute Österreich verlassen und bin nach Italien reingelaufen. Nun werde ich im Südtirol weiter wandern. 


Einen Geocache und eine Stage fand ich heute auch noch. Am Nachmittag verdunkelte sich der Himmel dann langsam. 
Plötzlich hielt ein von hinten kommendes Fahrrad neben mir. Es war der Frank! Er ist mit dem Fahrrad unterwegs und versucht auch den ersten Teil des Multis zu finden. Jetzt hat er mich also eingeholt. Wir machen eine Pause zusammen. Dabei werden Erfahrungen ausgetauscht. Und wir vergleichen unsere Zahlen von den Stages. Irgendwann müssen wir leider wieder weiter. So verabschieden wir uns voneinander. Es war ein interessantes Treffen. Danke Frank für den Plausch mit dir. 
Als ich dann weiterlief, regnete es immer wieder leicht und kurz. Mit schmerzenden Füßen erreichte ich um 17:30 Uhr das Hotel Christof in Welsberg. Es ist ein schönes Hotel. 

Tagesstatistik
Strecke: 29.3km                   Dauer: 6h
Rauf: 220m                          Runter: 210m
Höchster Punkt: 1220m       Niedrigster Punkt: 1060m

Tourstatistik
Strecke: 499.2km                 Dauer: 113h
Rauf: 17418m                      Runter: 19488m
Höchster Punkt: 2320m       Niedrigster Punkt: 330m



 

Sonntag, 9. Juli 2017

24. Tag, Obertilliach-Sillian

Heute konnte ich mal ein wenig länger schlafen. Die Seilbahn fährt erst ab 9:00 Uhr. Gemütlich frühstückte ich. Es gab ein sehr reichhaltiges Buffet. Der einzige negative Punkt an dieser Unterkunft ist das Internet. Es geht gar nicht oder sehr langsam. 
Um kurz nach neun Uhr bin ich dann bei der Seilbahn. Sie ist etwa 100 Meter vom Hotel entfernt. Gemütlich lasse ich mich nach oben bringen. Das Wetter ist wieder traumhaft schön! Nur ein paar wenige Wolken sind zu sehen. 
Etwa um 9:30 Uhr wandere ich los. Von der Connyalm geht es durch Wiesen rauf zum Golzentip. Das Wandern ist heute ein richtiger Genuss! So könnte es von mir aus weiter gehen. Schöne Aussichten, einfache Wege durch die Wiesen und keine große Steigungen. 
Die Aussicht auf dem Gipfel ist super! Sogar den Großglockner sieht man in der Ferne. 


Nach einer Pause such ich noch die Info für die Stage. Auch einen Geocache fand ich heute. 

Dieser Gipfel ist mein höchster Punkt bisher. 
Durch Wiesen geht mein Weg weiter. Im sanftem auf und ab kann ich die Aussichten richtig genießen. 


Da ein leichter Wind weht, ist es auch nicht zu heiß. Bald erreiche ich einen zweiten Gipfel, den Dorfberg. Dort mache ich meine Mittagspause. Ich traf heute einige Tageswanderer. Ein Pärchen wollte genau wissen, was ich hier so mache. Was mir bisher auffiel war der Unterschied von den Unterhaltungen hier in Europa oder in der USA. In Amerika wollen die Leute alles über deine Wanderung erfahren. Wo ich gestartet bin, wie weit ich noch gehe, was für andere Touren ich schon gemacht habe... Solche Sachen eben. In Europa kommt sehr schnell die Frage nach dem Beruf, wie kannst du eine so lange Auszeit nehmen, wieviel kostet diese Reise. Das Thema Geld interessiert die Amis gar nicht. 
Inzwischen ziehen erste Wolken auf. Nun beginnt der lange Abstieg. Steil geht es runter zur Waldgrenze. Es folgt ein flacher Teil durch einen schönen Wald. Nun geht der Weg auf Forststrassen weiter. Irgendwann geht es dann sehr steil runter. Das geht ganz schön in die Knie. Deshalb mache ich hier ein paar Pausen. Nach einer Weile erreiche ich das Dorf Sankt Oswald. Es hat dort schöne alte Häuser. 
Nochmals geht es runter, bis ich endlich den Talboden erreiche. In den Bergen hört man nun immer wieder den Donner krachen. Ein paar mal regnet es auch kurz und nur sehr leicht. Ich werde nicht mal richtig nass. Auf einem Radweg laufend, folge ich einem Bach bis nach Sillian. Meine Unterkunft erreiche ich um 16:30 Uhr. Kurz danach geht ein stärkerer Regen nieder. Wieder einmal hatte ich Glück. Ich fand ein Zimmer im Hotel zum schwarzen Adler. Die Zimmer sind sehr einfach. Stockbetten und kein Fernseher. Dafür ein eigenes Bad. 

Tagesstatistik
Strecke: 19.8km                   Dauer: 4h
Rauf: 330m                          Runter: 1340m
Höchster Punkt: 2320m       Niedrigster Punkt: 1070m

Tourstatistik
Strecke: 469.9km                 Dauer: 107h
Rauf: 17198m                      Runter: 19278m
Höchster Punkt: 2320m       Niedrigster Punkt: 330m


Samstag, 8. Juli 2017

23. Tag, St.Lorenzen im Lesachtal-Wacht

Hier gab es erst um 8:00 Uhr Frühstück. Dafür war es sehr lecker. 
Um 8:30 Uhr lief ich los. Zuerst ging es das Seitental rein nach Tuffbad. Dort hat es s ein sehr schönes aber leider auch teures Wellnesshotel. Nun geht es in angenehmer Steigung aufwärts weiter. Durch lichten Wald und über Almwiesen führt der schöne Wanderweg. Auf der anderen Talseite erheben sich hohe Felswände. Kurz vor Mittag erreiche ich die Wieseralm. Hier trinke ich einen Apfelsaft. Die Wirtin ist sehr nett. 


Anschließend wanderte ich noch ein Stück weiter hoch zum Guggenberger Sattel. Heute suchte ich eine Stage und zwei Geocaches. Das Wetter war wie üblich in letzter Zeit. Am Morgen herrlich sonnig, am Mittag kommen immer mehr Wolken auf und am Nachmittag regnet es kurz. Heute war der Regen wenigstens nicht so stark. 
Unterwegs sah ich heute Kühe und Pferde. Zwei sahen aus wie das Pferd von Pippi Langstrumpf. Nun geisterte mir das Titellied von Pippi im Kopf herum. Auf was für Gedanken man so beim wandern kommt. Der Kopf geht da manchmal ganz komische Wege. 
Heute ging das wandern wieder ein wenig leichter. Die Pause vom großen Rucksack gestern, scheint gut getan zu haben. Zudem ist es wohl hilfreich, wenn die Höhenmeter- und auch die Kilometerzahlen niedriger bleiben. 
Nach dem Sattel folgte ich einer Forststrasse runter nach Wacht. Kärnten habe ich nun verlassen und Tirol erreicht. In Wacht kam ich um 15:30 Uhr an. Nach einer Stunde warten kam der Bus und ich fuhr nach Obertilliach. Im Hotel Unterwöger fand ich ein Zimmer. Es ist ein sehr schönes Hotel im Dorfkern. Mein Zimmer ist riesig und dazu noch ein großer Balkon mit Liegestuhl. 

Tagesstatistik
Strecke: 16.8km                   Dauer: 3.5h
Rauf: 760m                          Runter: 710m
Höchster Punkt: 1840m       Niedrigster Punkt: 1090m

Tourstatistik
Strecke: 450.1km                 Dauer: 103h
Rauf: 16868m                      Runter: 17938m
Höchster Punkt: 2170m       Niedrigster Punkt: 330m




Freitag, 7. Juli 2017

22. Tag, Birnbaum-Schartenalm-Birnbaum

Den großen Rucksack durfte ich bei der Unterkunft deponieren. So konnte ich heute mit leichtem Gepäck wandern. Um 8:30 Uhr startete ich meine Wanderung. Zunächst folgte ich einer Asphaltstraße hoch zu Kornat. Anschließend ging es auf einer Forststrasse weiter in ein Tal hinein. Stetig ging es rauf. Zum Glück nicht zu steil. So ohne Monster auf dem Rücken kam ich recht flott voran. Ich brauchte auch weniger Pausen als sonst üblich. Mit den Füßen war auch alles ok. 
Schon vor dem Mittag erreichte ich die Schartenalm. Bei der heutigen Stage machte ich meine Mittagspause. Hier führt auch der Gaitaler Höhenweg vorbei. Diesem werde ich die nächsten zwei Tage noch ein wenig folgen. 

Schartenalm 
Die Berge hier sind aus Dolomitgestein. 
Nach der Pause machte ich mich auf den Rückweg. Die Sonne hat sich inzwischen hinter den Wolken versteckt. Es fängt leicht zu regnen an. Schon bald schüttet es aus allen Kübeln und ich suchte Schutz unter den Bäumen. Kaum hatte ich einen geeigneten Baum gefunden, hagelte es auch schon. Das eigenartige war, dass es erst einiges später anfing zu blitzen und zu donnern. Dafür krachte es dann aber ganz ordentlich. Als der Regen ein wenig nachließ, wanderte ich weiter. Doch bald darauf wurde der Regen wieder stärker. So kam ich recht durchnässt wieder in Birnbaum an. 


Um 14:00 Uhr bin ich wieder zurück. Nun hieß es auf den Bus zu warten. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Am späteren Abend regnet es aber nochmals. 
Um 16:00 Uhr komme ich bei meiner Unterkunft in St. Lorenzen im Lesachtal an. Beim Bauernhof Gruber, welcher mitten im Dorf steht, finde ich ein schönes und großes Zimmer. 

Tagesstatistik
Strecke: 18.6km                   Dauer: 3.5h
Rauf: 670m                          Runter: 660m
Höchster Punkt: 1550m       Niedrigster Punkt: 890m

Tourstatistik
Strecke: 433.3km                 Dauer: 99.5h
Rauf: 16108m                      Runter: 17228m
Höchster Punkt: 2170m       Niedrigster Punkt: 330m



Donnerstag, 6. Juli 2017

21. Tag, Untere Valentinalm-Birnbaum

Heute stand eine übergangs Etappe auf dem Plan. Ich verlasse den Südalpenweg. Um 8:00 Uhr verließ ich die tolle Alm. Über einen Römerweg wanderte ich runter nach Mautach. 


Es war eine Forststrasse durch den Wald. Ein gemütlicher Spaziergang, welchen ich in meinen Crocs lief. Eine ware Erholung für die Füße! Eigentlich wollte ich der Straße entlang rauf nach Birnbaum laufen. Da es aber wieder traumhaftes Wetter und recht heiß war, nahm ich lieber den Bus. Für meine Füße war es sicher auch besser. 
Meinem Körper zuliebe muss ich dieses Jahr Abzüge machen. Es hat Etappen, die für meine Füße zu viel sind. Deshalb werde ich versuchen, ein wenig zu kürzen und auch mal den Bus zu nehmen. Schließlich soll ich die Tour auch genießen können und mich nicht nur quälen. 
Heute war keine Stage und auch kein Geocache dabei. 
Um 14:00 Uhr kam ich im Edelweißhof in Birnbaum an. 

Aussicht vom Balkon. 

Tagesstatistik
Strecke: 10.5km                   Dauer: 2h
Rauf: 40m                            Runter: 530m
Höchster Punkt: 1210m       Niedrigster Punkt: 700m

Tourstatistik
Strecke: 414.7km                 Dauer: 96h
Rauf: 15438m                      Runter: 16568m
Höchster Punkt: 2170m       Niedrigster Punkt: 330m


20. Tag, Zollnerseehütte-Untere Valentinalm

Wieder gab es ein gutes Frühstück. Auch Müsli war dabei. 
Um 7:45 Uhr wanderte ich los. Zufällig startete das Pärchen von gestern zur selben Zeit. Irgendwie ergab es sich, dass wir zusammen weiter liefen. Es gab auch Abschnitte wo wir getrennt wanderten. Aber bei den Abschnitten, wo mir nicht so wohl war, sind wir immer zusammen gelaufen. Das hat mir gut getan. 
Zuerst ging es abwärts. Das Wetter war heute morgen traumhaft. Dennoch nicht zu heiß. Einem Pfad folgend erreichten wir eine Alm. Dort mussten wir kurz den Weg suchen. Über eine Forststrasse erreichten wir einen Abzweig. Von nun an wanderten wir sehr lange auf einem Pfad weiter. Entlang eines steilen Hanges führte uns der Pfad  im leichtem auf und ab um einen Berg herum in ein kleines Seitental hinein. Am Weg lagen heute immer wieder kleine Bäche. Da konnte ich mich immer wieder abkühlen. 
Am Ende des Tales ging es nun steil den Berg hoch. Hier hatten wir alle zu kämpfen. Zum Glück behinderten mich meine Blasen nicht. Ich spürte sie eigentlich kaum. Beim Aufstieg, der durch Wiesen führte, mussten wir viele kleine Pausen machen. 
Entlang des Weges gab es heute viele schöne Blumen zu sehen. Außerdem einen Adler und drei kleine Schlangen. 


Am Mittag erreichten wir den Gipfel der Köderköpfe. Herrlich das Panorama hier oben. So viele Berge sind zu sehen! Leider sind viele Gipfel in den Wolken versteckt. 


Jetzt weiß ich wieder, weshalb ich das alles auf mich nehme. Für genau solche Momente des Glücks. 
Wir machen eine längere Pause. Ich suche zuerst den Geocache. Den einzigen von heute. Auch eine Stage war später dabei. Danach esse ich etwas. Hier oben hat es noch viele Spuren vom Gebirgskrieg, welcher von 1915-1918 dauerte. Alte Schützengräben stehen überall. 


Es folgt ein langer anstrengender Abstieg. Steil geht es runter. Wenigstens ist der Hang nicht zu abschüssig. Trotzdem müssen wir gut aufpassen. Es ist recht rutschig. Zum Teil müssen wir über Felsbrocken runtersteigen oder durch komische Grasbüschel. Dieses Gras ist sehr heimtückisch, sieht man doch den Boden darunter kaum. 
Nach einer kurzen Steigung führt der Weg flacher weiter bis zu den Ruinen einer Alm. Am Himmel ziehen immer mehr Wolken auf. Schon bald fängt es an leicht zu regnen. Es kommt nochmal ein kurzer und nicht steiler Anstieg. 
Vorbei bei einer Alm folgt wieder ein sehr steiler Abstieg. Nun fängt es auch noch an zu Donnern. Wenigstens sehe ich keine Blitze. Trotzdem sind wir froh, endlich den Wald zu erreichen. Der Abstieg zieht sich mühsam in die Länge. 
Erleichterung macht sich breit, als wir endlich den Talboden erreichen. Der Schotterstraße folgend erreichen wir den Plöckerpass. Im Restaurant dort trinken wir etwas. Das haben wir uns aber auch hart verdient. 
Nun folgt noch der Schlussspurt. Kurz geht es noch einmal steil hoch. Dann runter zur unteren Valentin Alm. Dort kommen wir um 17:30 Uhr an. Ich bekomme ein Doppelzimmer. Es sind einfache Zimmer mit geteiltem Badezimmer. 


Tagesstatistik
Strecke: 18.6km                   Dauer: 5h
Rauf: 900m                          Runter: 1460m
Höchster Punkt: 2170m       Niedrigster Punkt: 1180m

Tourstatistik
Strecke: 404.2km                 Dauer: 94h
Rauf: 15398m                      Runter: 16038m
Höchster Punkt: 2170m       Niedrigster Punkt: 330m




19. Tag, Nassfeld-Zollnerseehütte

Heute war ich nicht so motiviert zu starten. So wanderte ich erst um 8:30 Uhr los. Der Plattnerhof ist übrigens eine tolle Unterkunft. Ich war zwar im Massenlager untergebracht. Doch sie hatten soviel Räume, dass ich einen Raum für mich alleine hatte. Dabei wären 4 Stockbetten im Raum gewesen. Was ich toll fand war, das jedes Bett eine eigene Steckdose hatte. Sehr fortschrittlich! Das Essen war auch super. Zum Frühstück gab es sogar Müsli und Joghurt. 
Irgendwann musste ich aber doch loslaufen. Der Straße folgend ging es runter zum Ort Nassfeld. Durch den Ort hindurch und weiter bis zu einer Gondelbahn war eine Asphaltstraße. Dann ging es auf Schotter weiter. Leicht hoch und runter kam ich an mehreren Almen vorbei. Dann ging es runter zu einem Bach. Dieser Wanderweg hat mir sehr gut gefallen. Er führte durch einen schönen Wald. Auf der anderen Seite ging es wieder hoch zur Rattendorfer Alm. Dort ass und trank ich etwas. Nun ging es steil hoch zu einem Sattel. Dort traf ich wieder auf den Südalpenweg. Bisher machte ich eine Variante über die Almen. 
Jetzt folgte ein wunderschöner Abschnitt! Es ging fast eben durch blühende Wiesen. Überall Blumen!


Hier genoss ich das Wandern richtig. Das Wetter war heute durchzogen. Mal bewölkt, dann schien wieder die Sonne. Es war aber nie zu heiß. Nach den Wiesen kam ein Abstieg. Auf einer Forststrasse ging es hinab. Heute habe ich auch Geocaches gefunden. Vorbei an einer weiteren Alm wanderte ich. Anschließend folgte der letzte Anstieg. Ich wollte eigentlich noch über den Findeningkofel drüber gehen. Dort oben ist auch die heutige Stage. Leider fing es genau jetzt an zu stürmen. Außerdem zog der Nebel durch.

 Ich war schon beim Aufstieg, als plötzlich der Wind durchpfiff. Es hätte mich beinahe umgeweht! So machte der Aufstieg keinen Sinn. Deshalb ging ich wieder runter zum Weg, welcher um den Berg herumführt. Hier traf ich zwei Wanderer, ein Pärchen und wir liefen zusammen zur Zollnerseehütte weiter. Vorbei am Zollnersee erreichten wir die Hütte um 18:00 Uhr. 
Im Massenlager bekam ich noch ein Bett. Den ganzen Abend stürmte es weiter. Leider ist heute wieder eine Blase dazu gekommen. Vermutlich lief ich zu schnell. 

Tagesstatistik
Strecke: 27.6km                   Dauer: 6.5h
Rauf: 1050m                        Runter: 910m
Höchster Punkt: 1900m       Niedrigster Punkt: 1480m

Tourstatistik
Strecke: 385.6km                 Dauer: 89h
Rauf: 14498m                      Runter: 14578m
Höchster Punkt: 2110m       Niedrigster Punkt: 330m


18. Tag, Feistritzer Alm-Nassfeld

Heute stand eine lange Etappe auf dem Plan. Und die nächste Unterkunft teilte mir mit, ich soll vor 18:00 Uhr kommen. 
Um 7:30 Uhr, meine Zimmergenossen schliefen noch, starte ich meine Wanderung. Wir hatten gestern Abend noch eine nette Unterhaltung. Für sie war es der erste von zehn Wandertagen. Allerdings gehen sie heute nur bis zur Eggalm. Schade, wäre nett gewesen, Mitwanderer zu haben. 
Der Wanderweg ging zuerst durch den Wald hinunter zu einer Alm. Hier suchte ich einen Geocache. Leider kam nur noch ein weiterer Cache dazu. Irgendwie lief die Suche heute schlecht. Bei den anderen habe ich erst etwa 500 Meter weiter bemerkt, dass hier eine Dose gewesen wäre. Dabei wären zwei direkt am Weg gewesen!
Weiter ging es zuerst gemütlich, später steiler, hoch auf einen Sattel. Oben war eine Weide mit Kühen. Die Aussicht war sehr schön und ich machte eine kurze Pause. 
Es folgte ein sehr langer Abstieg runter zu einem Bach. Ein langes Stück ging ich auf einer Forststrasse. Zwischendurch aber auch auf Pfaden. Den Bach musste ich mit Hilfe von Steinen überqueren. Der Weg ging nun kurz hoch. Bevor es wieder runterging, kamen noch zwei Hindernisse. Etwa 200 Meter des Weges waren von einem neuen Stacheldrahtzaun eingefasst!


Mit viel Mühe überwand ich die Hindernisse. Weiter wanderte ich runter zu einem Wildbach. Auf der anderen Seite folgte ich dem Weg steil hoch zu einer Forststrasse. Sie ging über zu einer Asphaltstraße, welche mich hinab zu einer Alm brachte. Weiter der Straße folgend lief ich nun fast eben zur Eggalm. Man merkt nun das langsam die Ferienzeit begonnen hat. Hier treffe ich viele Tageswanderer und auch die ersten Fernwanderer. 


Bei der Eggalm machte ich meine Mittagspause. Das selbstgemachte Joghurt mit frischen Früchten schmeckte sehr lecker! Kurz gab es einen kleinen Regenguss. Wieder hatte ich Glück, saß ich doch im trockenen. 
Leider musste ich schon bald wieder weiter. Es lag noch eine lange Strecke vor mir. Gemütlich folgte ich einer Forststrasse aufwärts. Da die Steigung nicht zu heftig war, hatte ich einen flotten Schritt drauf. Überhaupt fängt mein Körper sich endlich an, sich an die Strapazen zu gewöhnen. Ich merke auch, dass mir die Anstrengungen leichter fallen. So kann ich auch die Aufstiege mehr genießen. Außer es geht sehr steil hoch! Der Wanderweg macht nun auch deutlich mehr Serpentinen bei den Steigungen. Das braucht doch viel weniger Energie, als wenn man sich gerade hoch kämpft. 
Nach dem Aufstieg verlasse ich die Forststrasse und es geht rüber nach Italien. Hier folge ich einer alten Militärstrasse. Ein paar stellen hat es, die mir nicht so behagen. Hier ist der Weg zum Teil abgebrochen und nur schmale Wege sind übrig. Auch ein paar trockene Bäche muss ich kreuzen. 

Dort war wenigstens eine Kette zum Festhalten montiert. 
Wohl war es mir nicht, aber ich hatte auch nicht Angst vor diesen Stellen. Bald war das Stück vorbei und es ging wieder auf einer Schotterstraße weiter. Eine Stage habe ich auch noch besucht. Ging es gerade runter, stieg die Straße nun wieder hoch. Die Steigung war aber wieder gemütlich. 



Bald erreichte ich ein Skigebiet, welches zum Nassfeld gehört. Noch stand aber ein Hügel dazwischen. Den musste ich noch erklimmen. Da ich langsam müde wurde, fiel mir dieser Aufstieg schwer. Ich brauchte deutlich mehr Pausen. Dafür wurde das Panorama immer besser. Irgendwann hatte ich es geschafft und ich stand oben! Eine kleine Pause gönnte ich mir noch. 
Nun ging es nur noch runter zum Gasthof Plattner auf dem Nassfeld. Mein Ziel erreichte um 17:45 Uhr. 

Tagesstatistik
Strecke: 27.8km                   Dauer: 6h
Rauf: 1220m                        Runter: 1270m
Höchster Punkt: 1870m       Niedrigster Punkt: 1340m

Tourstatistik
Strecke: 358km                    Dauer: 82.5h
Rauf: 13448m                      Runter: 13668m
Höchster Punkt: 2110m       Niedrigster Punkt: 330m





17. Tag, Thörl-Feistritzer Alm

Heute ging es nun wieder weiter. Die Pause hat mir sehr gut getan. 
Um kurz vor 8:00 Uhr wanderte ich los. Gleich fing die erste sehr große Steigung an. Zuerst noch gemütlich, ging es schon bald steil hoch. Es führt auch lange eine Forststrasse aufwärts. Der Wanderweg kürzt aber immer wieder sehr steil die langen Kurven ab. Manchmal laufe ich einfach die Straße entlang weiter. Das ist weniger anstrengend, als diese steilen Stücke. 
Bei der Habichtsquelle machte ich eine kurze Pause. Sie ist sehr erfrischend. Kurz darauf hatte ich die erste richtige Aussicht. Ein tolles Panorama war zu sehen!Unten das Tal und in der Ferne viele felsige Gipfel. Dann folgte ein Abschnitt, wo ich dem Wanderweg folgen musste. Die Straße war nämlich zu Ende. Sehr steil ging es nun hoch. Ich quälte mich aufwärts. 
Unterwegs sah ich heute einen Hasen und einen Frosch. 


Bei einer Alm machte ich eine weitere Pause. Hier hat es eine große Glocke. 


Natürlich habe ich sie geschlagen. Das Panorama hier ist Super!


Das Wetter ist heute perfekt zum Wandern. Bewölkt und etwa 17 Grad kühl. Kurz tropft es mal, aber der Regen bleibt aus. 
Gemütlich geht es nun leicht runter und vorbei an alten Bunkern. Immer wieder geht es über die Grenze nach Italien und zurück. Es folgt ein kurzer aber steiler Aufstieg. Endlich oben, geht es gleich wieder runter zum Bartolosattel. Hier mache ich meine Mittagspause. 
Es wird noch ein Cache gesucht und die Info für die heutige Stage eingeholt. Danach folgte der nächste große Aufstieg. Dieser ist wenigstens nicht ganz so steil. Durch den Wald wandere ich stetig rauf. Allerdings folge ich hier wieder der Straße. Der Wanderweg ist aber auch so markiert. 


Dann erreiche ich eine weitere Alm. Von hier sehe ich schon die kleine Kapelle Maria Schnee. Zuerst muss ich aber nochmals kurz absteigen. Hier weiden Kühe und Pferde zusammen. Die Pferde kommen mir näher, als mir lieb ist. Sie kreisen mich fast ein. Schnell laufe ich weiter. Ein letzter kurzer Aufstieg bringt mich zur Kapelle. Dort suche ich noch einen Cache, bevor es zum Endspurt zur Feistritzer Alm geht. 


Nach 10 Minuten komme ich dort um 16:30 Uhr an. Das Zimmer mit drei Stockbetten teile ich mit zwei weiteren Wanderern, die später eintreffen. 
Am Abend kommt noch die Sonne heraus. 

Tagesstatistik
Strecke: 19.8km                   Dauer: 4.5h
Rauf: 1720m                        Runter: 660m
Höchster Punkt: 1750m       Niedrigster Punkt: 660m

Tourstatistik
Strecke: 330.2km                 Dauer: 76.5h
Rauf: 12228m                      Runter: 12328m
Höchster Punkt: 2110m       Niedrigster Punkt: 330m



Samstag, 1. Juli 2017

1.7.2017, Pause

Heute mache ich einen Tag Pause. Am Morgen will ich nach Arnoldstein gehen. Ich muss ein paar Sachen besorgen. Hier in Thörl gibt es aber keinen Laden. Leider fahren die Busse am Wochenende aber nicht. Die Wirtin ist so freundlich, mir ein Fahrrad auszuleihen! So radle ich gemütlich nach Arnoldstein. Nach den Einkäufen geht es wieder zurück. Natürlich habe ich unterwegs auch einen Geocache besucht.
Nun faulenze ich ein wenig. 

16. Tag, Dreiländereck-Thörl

Die Chefin ist wirklich sehr nett. Ich wusste nicht, dass ein Bus um 8:00 Uhr und der nächste erst um 12:30 Uhr nach Arnoldstein fährt. Den ersten habe ich leider verpasst. Was nun? Da bot die Wirtin kurzerhand an, mich zum Sessellift zu fahren! Dankbar nahm ich das Angebot natürlich an. 
Statt zu Fuß vom Wurzenpass ging es nun mit dem Sessellift gemütlich aufwärts. Oben angekommen suchte ich als erstes einen Geocache. Dann wurde die Aussicht genossen. Herrlich ist es hier oben! Das Wetter ist perfekt zum Wandern. Die Sonne scheint, auch wenn es noch einige Wolken hat. Dazu weht ein kühler Wind. Was will man mehr. 
Auf einer Seite sieht man die Julischen Alpen in Slowenien. Auf der anderen Seite das Tal von Arnoldstein. Mit sehr leichtem Gepäck wandere ich los. Ohne den großen Rucksack fühlt es sich an, als würde ich über Wolken schweben. Das wird ein herrlicher Wandertag. 


Es geht kurz runter und dann vorbei an Pferden hoch zur eigentlichen Dreiländerspitze. Dort mache erst mal Fotos. Die Länder Österreich, Italien und Slowenien treffen hier zusammen. So bin ich gleichzeitig in drei Ländern. 


Nun hieß es also Abschied nehmen von Slowenien. Nun wird Italien zu meinem Begleiter. 
Gestern habe ich übrigens die 10000er Marke bei den Höhenmetern überschritten! Und heute werde ich auch die ersten 300 km hinter mir lassen. Es geht so schnell. 
Jetzt tauche ich in den Wald ein und die Aussichten werden rar werden. Der Abstieg hat begonnen. Nach einer Weile mache ich einen Abstecher nach Italien. Hier soll ein kleiner Bunker sein. Den besuche ich natürlich. Ich liebe solche Lostplaces! In dieser Gegend hat es viele solche Überbleibsel aus dem Gebiergskrieg im ersten Weltkrieg. Natürlich gehe ich hinein und erkunde alles. Auch den Geocache finde ich. Nur durchs Geocaching komme ich an solche interessante Orte. 
Zurück geht es zu meinem Weg. Auch eine Stage fand ich heute. Gemütlich laufe ich durch den Wald abwärts. Mal auf Wanderwegen, dann wieder auf Forststrassen. 

Wer findet den Weg? Beim Baum in der Bildmitte ist das nächste Zeichen zu sehen. 
Weiter unten muss ich dann einmal den Weg ein wenig suchen. Forstleute haben hier wohl Bäume gefällt und die Äste einfach Kreuz und Quer liegen gelassen. Nach ein wenig umhergehen, finde ich aber das nächste Wanderzeichen. 
Im Tal angekommen geht es noch in eine Bodensenke hinab. Am Fuße der Autobahnbrücke suche ich einen weiteren Geocache. Diesen finde ich aber nicht. So geht es ein kleines Stück wieder hoch und zu einer Kirche. Den Cache dort habe ich gefunden. Kurz darauf bin ich zurück in meinem Hotel. 
Es war ein toller Wandertag. Ohne den großen Rucksack könnte ich diese Wanderung noch viel mehr genießen. 

Tagesstatistik
Strecke: 12.7km                   Dauer: 3h
Rauf: 160m                          Runter: 980m
Höchster Punkt: 1520m       Niedrigster Punkt: 580m

Tourstatistik
Strecke: 310.3km                 Dauer: 72h
Rauf: 10508m                      Runter: 11668m
Höchster Punkt: 2110m       Niedrigster Punkt: 330m