Mittwoch, 16. August 2017

58. Tag, Stresa-Omegna

Heute startete ich in die Phase drei von meiner Wanderung. Um 8:00 Uhr wanderte ich los. Es wurde wieder ein heißer und sonniger Tag. Durch das Dorf geht es den Berg rauf. Ich folge dem Weg L1. Auf der Straße geht es im Zickzack hoch. Mal sehr steil, dann wieder mäßig steigend. Durch zwei kleine Dörfer komme ich und entlang der Straße hat es viele Villen. Geocaches finde ich auch noch unterwegs. Bei der Zwischenstation von der Luftseilbahn beschließe ich, den Weg mit der Luftseilbahn abzukürzen. So bin ich bald auf dem Berg oben. Die Aussicht ist super! Man sieht einen Teil des Lago Maggiore und die Berge dahinter. 


Ein kurzes Stück geht es noch hoch. Beim Restaurant trinke ich etwas. Das Mittagessen habe ich dabei. An einem schattigen Platz esse ich mein Picknick. 

Omegna 
Für den Abstieg wähle ich den Wanderweg P1. Der Anfang ist nicht leicht zu finden. Es ist kein Weg sichtbar und die Markierungen sind auch nur schlecht sichtbar. Als das Gelände steiler wird, komme ich in einen offenen Wald. Nun sind die Markierungen an den Bäumen und sehr gut sichtbar. Leider hat es hier aber sehr hohes Gras. Manche Halme sind so groß wie ich selber bin. Dauernd streifen sie mein Gesicht. Ich hasse das! 


Durch das Gras sehe ich den Boden kaum. Das ist sehr gefährlich. Steine, Absätze und Löcher sind so unsichtbar. Ganz vorsichtig laufe ich hier weiter. Trotzdem falle ich einmal nach vorne und beim Landen Streife ich mit meinem rechten Knie einen Stein. Außer einer Schürfung ist zum Glück nichts passiert. Auf den ersten 1000km bin ich dreimal hingefallen. Auf diesem mühsamen Abschnitt habe ich es auf vier Stürze gebracht! Dreimal landete ich auf meinem Hintern. Im Zickzack geht es immer weiter runter. Zwischen schönen Felsen geht es durch. 
Irgendwann komme ich zu einer verlassenen Alm. Beim Brunnen mache ich eine Pause. Ab hier ist der Weg endlich wieder besser sichtbar. Kurz darauf erreiche ich die ersten Häuser von Omegna. Dieses Städtchen liegt an einem See. Weiter geht es durch die Stadt zum See. Um 16:00 Uhr erreiche ich das Hotel Croce Bianca. 

Tagesstatistik
Strecke: 14.3km                   Dauer: 3.5h
Rauf: 640m                          Runter: 1150m
Höchster Punkt: 1440m       Niedrigster Punkt: 210m

Tourstatistik
Strecke: 1012.1km               Dauer: 226h
Rauf: 39818m                      Runter: 46698m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 210m


Dienstag, 15. August 2017

57. Tag, Castione-Stresa

Heute war ein gemütlicher Tag ohne wandern. Ich genoss noch den Tag auf dem Campingplatz. Mein Götti (Pate) brachte mich dann nach Locarno. Hier nochmals ein grosses Dankeschön an meinen Götti und seine Frau! Ich konnte mich super erholen. Das hat gut getan. 
Um 16:15 Uhr fuhr das Schiff in Locarno los. Heute war wieder ein sonniger und heißer Tag. Auf dem Lago Maggiore fahre ich dahin. Es ist eine schöne Fahrt. Vorbei an Inseln und an vielen Dörfern geht es. Um 19:30 Uhr kam ich in Stresa an. Im Hotel du Parc finde ich ein Zimmer. Jetzt habe ich die Schweiz entgültig verlassen. Nun wandere ich längere Zeit in Italien weiter. 

56. Tag, Grono-Castione

Heute war eine kurze Etappe auf dem Programm. Deshalb Frühstückte ich gemütlich und dann unterhielt ich mich noch mit der Wirtin. Erst nach neun Uhr wanderte ich schließlich los. Eine Weile folgte ich der Straße entlang bis zum nächsten Dorf. Dort wechselte ich auf die andere Seite des Flusses. Heute war es bewölkt und nicht zu heiss. Nun ging es auf einer Schotterstraße weiter. Gleichzeitig ist dies auch der Radweg. Bei einer Kunstausstellung suchte ich noch einen Geocache. Dann ging es gemütlich weiter leicht abwärts das Tal runter. Gegen Mittag kam ich schließlich ins große Tal hinein. Ich habe das Tessin erreicht. In Castione spazierte ich zur Migros. Dort kaufte ich noch ein und dann machte ich Mittagspause. Später holten mich mein Götti(Patenonkel) und seine Frau dort ab. Sie sind zur Zeit auf dem Campingplatz in Cugnasco. Nun darf ich bei Ihnen im Wohnwagen schlafen. Ich werde rundum verwöhnt! Auf dem Weg zum Campingplatz machten wir noch einen Stopp und ich konnte die letzte Stage der Phase zwei aufsuchen. 
So habe ich auch die zweite Phase des Multis abgeschlossen! 

Tagesstatistik
Strecke: 11.4km                   Dauer: 2h
Rauf: 20m                            Runter: 130m
Höchster Punkt: 350m         Niedrigster Punkt: 230m

Tourstatistik
Strecke: 997.8km                 Dauer: 222.5h
Rauf: 39178m                      Runter: 45548m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 230m





Sonntag, 13. August 2017

55. Tag, Messoco-Grono

Da der Bus erst um 8:35 Uhr fährt, fahre ich ein Dorf weiter. In Messoco Statione steige ich aus. Meine Knie werden mir auch dankbar sein. Konnte ich doch einige Höhenmeter abwärts sparen. 
Um kurz nach 9:00 Uhr wanderte ich los. Noch ist es recht frisch. Es wird aber ein sonniger Tag werden. Heute folge ich dem Tal abwärts Richtung Bellinzona. Es geht auf alten Saumwegen entlang. 


Meistens auf Schotterstraßen, manchmal auch kurz auf Pfaden. Die ersten Sonnenstrahlen waren noch sehr willkommen. Sie wärmten mich auf. Später suchte ich für meine Pausen dann wieder Schattenplätze. Es wurde wieder recht warm. Der Weg war zum Glück oft im Wald oder es hatte immer wieder Bäume, welche Schatten spendeten.

 
Mal führte der Weg entlang des Hanges und oberhalb der Autobahn entlang. Dann wieder lief ich neben dem Fluss.  Auch mehrere kleine Dörfer lagen am Weg. Gestern hatte ich im Denner noch etwas eingekauft. So machte ich meine Mittagspause unter einem schattigen Baum. 
Weiter ging es gemütlich das Tal runter. Einmal sah ich ganz kurz ein Reh. Sonst treffe ich nur Spaziergänger und Fahrradfahrer. Bei den vielen Brunnen kann ich mich immer wieder erfrischen. Herrlich, so gefällt mir das Wandern!


Kurz vor dem Ziel suche ich noch den einzigen Geocache von heute. Etwa gegen 16:00 Uhr komme ich in Grono an. Nach einigem Suchen finde ich den Eingang zum B&B da Käthy endlich. Eine saubere und gute Unterkunft. Käthy ist sehr freundlich und hilfsbereit. Sie bestellt sogar eine Pizza für mich zum Abendessen. Es hat heute kein Restaurant offen. Kay, ich soll dich ganz lieb Grüßen! Sie hat sich noch an dich erinnert. 

Tagesstatistik
Strecke: 21.9km                   Dauer: 4h
Rauf: 100m                          Runter: 530m
Höchster Punkt: 780m         Niedrigster Punkt: 310m

Tourstatistik
Strecke: 986.4km                 Dauer: 220.5h
Rauf: 39158m                      Runter: 45318m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 310m



54. Tag, Isola-Pian San Giacomo

Heute morgen war es kühl und bewölkt, aber trocken. Um 8:15 Uhr marschierte ich los. Gleich hinter dem Dorf ging es steil hoch. Der Wanderweg geht durch eine Wiese rauf. Nach einer Weile erreiche ich das Seitental. Hier folge ich einer Schotterstraße. Fast eben geht es durch ein schönes Tal nach hinten. Kurz lässt sich die Sonne zeigen. Am Ende der Straße geht es über den Bach. Es folgt ein weiterer steiler Anstieg. Oben komme ich zu einem Almdorf. 


Dem Wanderweg folge ich weiter hoch. Oder ich versuche es zumindest. Irgendwie sind die Markierungen hier nicht mehr so gut. So verliere ich den Weg immer wieder kurz. Meist genügt es aber mich einmal kurz umzuschauen und ich finde zurück zum Weg. 


Über Almwiesen geht es mal steiler, mal weniger steil, stetig rauf. Endlich erreiche ich den Lago Grande. Ein schöner See. Ein paar Fischer sind hier. Hier oben ist es sehr kalt. Dazu weht ein kräftiger Wind. Richtig ungemütlich. Der Schnee von gestern ist auch sehr nahe. 
Nochmals geht es kurz hoch. Vorbei an einem kleinen See komme ich zum heutigen Pass. 


Da es so zieht, gehe ich schnell weiter. Ein kurzer Abstieg bringt mich runter zu einer Ebene. Sie ist sehr sumpfig. Am rechten Rand laufe ich weiter. Markierungen hat es hier gar keine mehr! Wieder geht es runter. Endlich komme ich zur Schweizergrenze. Sofort hat es wieder unzählige Markierungen. Kurz darauf treffe ich Wanderer, die von unten herauf kommen. Kurz unterhalten wir uns. Wir tauschen auch Infos über die Strecke aus. 
Weiter geht es über das Geröll runter. Nun muss ich über den Bach kommen. Mit Hilfe der Stöcke und ein paar Steinen gelingt das trockenen Fußes. Anschließend folgen zwei oder drei heikle Stellen. Hohe Felstritte muss ich runter kommen. Ein wenig mulmig ist mir dabei, doch Angst habe ich nicht. Wieder komme ich runter zu einer kleinen Ebene. Jetzt ist die Sonne endlich richtig rausgekommen. Es wird auch wärmer. Nun mache ich endlich meine Mittagspause. 


Danach muss ich wieder den Bach überqueren. Auch hier hat es große Steine. Bald komme ich in steileres Gelände. Steil geht es nun abwärts. Inzwischen bin ich wieder im Wald angekommen. Nochmals geht es über den Bach. Hier hat es eine Art Brücke, welche mich rüber führt. Dieser Abstieg ist ein richtiger Kniekiller! Oft muss ich kurze Pausen einlegen. Auch ist es recht rutschig. Da muss ich gut aufpassen. Dadurch komme ich nur recht langsam voran. Sehr erleichtert bin ich, als ich endlich den Talboden erreiche. An der Autobahn entlang laufe ich vorbei am Parkplatz und dann runter zur Bushaltestelle in Pian San Giacomo. 
Hier hat es leider keine Unterkunft. Deshalb nehme ich den Bus nach San Bernardino. Um 16:00 Uhr komme ich zur Bushaltestelle. Der nächste Bus fährt um 17:00 Uhr. Wenigstens hat es einen Warteraum. Es windet nämlich recht stark. Um 17:30 Uhr komme ich dann im Apparthotel an. 

Tagesstatistik
Strecke: 14.9km                   Dauer: 4h
Rauf: 1120m                        Runter: 1190m
Höchster Punkt: 2360m       Niedrigster Punkt: 1170m

Tourstatistik
Strecke: 964.5km                 Dauer: 216.5h
Rauf: 39058m                      Runter: 44788m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 330m



53. Tag, Innerferrera-Isola

Letzte Nacht gab es wieder Gewitter. Um 8:30 Uhr wanderte ich los. Es ist bewölkt und weiter oben hat es Nebel. Wenigstens ist es trocken, wenn auch recht kalt. 
Einer Schotterstraße folge ich im Zickzack nach oben. Der Wald ist im Nebel ein wenig gespenstisch. Kurz sehe ich ein Reh davon springen. Wenig später klettert ein Eichhörnchen den Baum hoch und eine Elster fliegt vorbei. 
Nach dem ersten steilen Anstieg erreiche ich endlich das Seitental. Den Wald lasse ich unter mir zurück. Nun komme ich in richtig dicken Nebel. Kaum 20 Meter weit sehe ich. Die Straße wird jetzt flacher. In gemütlicher Steigung geht es weiter ins Tal hinein. Ein recht großer Wildbach ist mehr zu hören als zu sehen. Langsam löst sich der Nebel auf. Sogar die Sonne kommt kurz raus. Vorbei geht es an einer Alm. Kurz darauf ist die Straße zu Ende und es geht auf einem Wanderweg weiter. Viele Kühe und auch Pferde sehe ich. Das Gelände ist zum Teil recht sumpfig. 


Immer weiter hoch geht es. Die Steigung ist aber immer noch angenehm. 
Zwischendurch weht ein kräftiger und eiskalter Wind. Deshalb habe ich neben der Mütze auch meine Handschuhe und die Regenjacke an. Das letzte Stück hoch zum Pass ist wieder ein wenig steiler. Es geht durch ein Felsenlabyrinth. Kurz vor dem Mittag bin ich auf dem Pass. Der Wind pfeift mir um die Ohren. Schnell suche ich den Geocache. Auf der anderen Seite des Passes sehe ich runter zu einem See. Dort hat es auch ein Refugio. 


Schnell steige ich runter zum See. Auch den Geocache dort finde ich. Im Refugio möchte ich etwas essen. Leider steht vor der Tür ein Esel! 

Sturer Esel!!
Er will mich nicht reinlassen. Nach einer Weile klopfe ich ans Fenster und eine Mitarbeiterin kommt raus und vertreibt den Esel. So kriege ich doch noch mein Mittagessen. Leider fängt es nun an zu regnen. 
Nach meiner Pause verstaue ich alles regensicher im Rucksack. Dadurch habe ich vom Nachmittag leider keine Fotos. Ausgerüstet mit Regenmontur und Regenschirm laufe ich weiter runter. Nach einer Weile erreiche ich eine Schotterstraße. Sie bringt mich runter zu einem großen Stausee. Kurz geht es die Asphaltstraße entlang. Unterhalb der Staumauer zweigt ein Wanderweg von der Straße ab. Diesem folge ich in eine Schlucht hinein. Jetzt geht es auf einem alten Römerweg weiter. Weit oberhalb des Baches wurde ein Weg in den Felsen gebaut. Der Weg ist schön breit, doch daneben geht es senkrecht runter. Der Untergrund ist Felsen oder Steine. Durch den Regen sind sie sehr rutschig und ich muss höllisch aufpassen, dass ich nicht ausrutsche! So komme ich nur langsam voran. Schade, dass ich kein Foto machen kann. Endlich habe ich den felsigen Teil hinter mir. Jetzt hört auch der Regen endlich auf. Im Zickzack geht es durch eine Wiese runter zum Bach. Hier sehe ich über mir einen Adler, welcher seine Runden dreht. Inzwischen habe ich auch wieder den Wald erreicht. Über eine Brücke gehe ich auf die andere Seite des Baches. Etwas oberhalb des Baches geht der Weg durch Wiesen weiter die Schlucht runter. Schließlich erreiche ich ein kleines Dorf. Nun ist es nicht mehr weit bis Isola. Das kleine Dorf liegt an einem See. Beim ersten Hotel habe ich kein Glück. Alles ausgebucht. Die zweite Unterkunft hat noch ein kleines Zimmer frei. Um 17:00 Uhr beende ich meine Wanderung. Die Bergspitzen sind heute weiß geworden. Hoffentlich schmilzt der Schnee bis morgen wieder. 

Tagesstatistik
Strecke: 21.8km                   Dauer: 5h
Rauf: 840m                          Runter: 1040m
Höchster Punkt: 2290m       Niedrigster Punkt: 1270m

Tourstatistik
Strecke: 949.6km                 Dauer: 212.5h
Rauf: 37938m                      Runter: 43598m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 330m


Donnerstag, 10. August 2017

52. Tag, Juf-Innerferrera

Letzte Nacht hat es wieder heftig Gewittert! Starker Wind, Hagel und sintflutartiger Regen. Dazu noch sehr viele Blitze. 
Reste von den Hagelkörnern liegen heute morgen noch herum. 
Um 8:30 Uhr wanderte ich los. Das Wetter ist kühl und trocken. Es hat viele Wolken, doch die Sonne zeigt sich immer wieder kurz. Auf einem Wanderweg laufe ich kurz leicht rauf. Bald geht es entlang des Hanges gemütlich abwärts weiter. Das Tal ist wunderschön!


Dem Tal folge ich heute den ganzen Tag lang abwärts. Es hat immer wieder kurze Aufstiege, doch meistens geht es runter. Eine sehr angenehme Wanderung. Es geht vorbei an kleinen Dörfern. Viele Bäche, zum Teil mit Wasserfällen, kreuzen meinen Weg. Die Route verläuft auf einer alten Straße. Es gibt aber auch immer wieder Abschnitte auf Wanderwegen. Die Talseite wird auch mehrmals gewechselt. 
Einmal sehe ich sechs Murmeltiere, die miteinander spielen. Auch einen Adler sehe ich vorbeigleiten. Der Bach verwandelt sich später in eine Schlucht. Das Tal wird auch recht eng. An einer Stelle geht der Weg runter in die Schlucht und mit Hilfe einer Steinbrücke überquere ich den Bach. 


Am Mittag verschwindet die Sonne ganz hinter den Wolken. Nachmittags tropft es immer wieder kurz. Ich treffe auch wieder andere Wanderer. Die Pausen sind heute eher kurz. 
Genau um 15:00 Uhr erreiche ich das Gasthaus Alpenrose in Innerferrera. Gemütlich lasse ich den Tag ausklingen. 

Tagesstatistik
Strecke: 18.8km                   Dauer: 4h
Rauf: 280m                          Runter: 920m
Höchster Punkt: 2140m       Niedrigster Punkt: 1470m

Tourstatistik
Strecke: 927.8km                 Dauer: 207.5h
Rauf: 37098m                      Runter: 42558m
Höchster Punkt: 2850m       Niedrigster Punkt: 330m