Donnerstag, 20. Juli 2017

34. Tag, Innerpflersch-Maiern

Nach einem guten Frühstück wanderte ich um 8:15 Uhr los. Es scheint die Sonne. Gleich beginnt der lange Aufstieg. Die Steigung ist nicht zu stark. Es geht auf einer Schotterstraße im Zickzack durch den Wald hoch. Trotzdem habe ich Mühe und brauche viele Pausen. Scheinbar bin ich durch die Erkältung nicht so Fit wie gewünscht. Um kurz nach neun Uhr erreiche ich eine Alm. Leider kann man erst ab 10:00 Uhr etwas konsumieren. 


So wandere ich halt weiter. Kurz oberhalb der Alm überholt mich ein Pärchen. Sie scheinen Tageswanderer zu sein. 
Weiter geht es auf dem Wanderweg. Den Wald lasse ich hinter mir. Es folgt ein schöner Abschnitt durch Almwiesen. Die Kühe lassen sich nicht stören. 


Im Zickzack überwinde ich eine Steilstufe. An einem Bach mache ich eine weitere Pause. Durchs Geröll geht der letzte Aufstieg zum Sattel weiter. Der Weg ist sehr gut und recht breit. Auf dem Sattel mache ich meine Mittagspause. Es windet hier, doch ich finde einen geschützten Platz. 
Schon beim Aufstieg gab es einzelne Wolken, welche die Sonne immer wieder verdeckten. So war es nicht zu heiß. Nun verdunkelt sich der Himmel immer mehr. Die Sonne scheint gar nicht mehr. Deshalb beginne ich den Abstieg. In Kurven geht es einen Wiesenhang runter. Bald erreiche ich eine Schotterstraße. Der Wanderweg würde die Straße immer wieder abkürzen. Da diese Abkürzungen aber recht steil sind, bleibe ich lieber auf der Straße. Es sind zwar so mehr Kilometer zu laufen, doch für meine Knie ist es besser. 
Schon bald fallen die ersten Regentropfen. Noch werde ich aber nicht nass. Irgendwann erreiche ich wieder den Wald. Es folgt ein kurzer Regenguss. 
Gegen 15:30 Uhr komme ich zur Bushaltestelle in Maiern. Endlich ist diese Etappe geschafft! Beim warten auf den Bus, fängt der Regen wieder an. Es blitzt auch und der Regen wird immer stärker. Um 15:50 Uhr kommt endlich der Bus. In Maiern habe ich leider kein Zimmer mehr bekommen. Deshalb fahre ich mit dem Bus nun nach Mareit. Es sind etwa 20 Minuten fahrt. Unterwegs schüttet es kurz aus vollen Kübeln! Man sieht kaum noch die Straße. Als ich aussteige, regnet es zum Glück nicht mehr so stark. Bis zur Pension Sonnseit sind es noch 10 Minuten zu Fuß zum laufen. Das Zimmer ist sehr schön. 

Tagesstatistik
Strecke: 17.4km                   Dauer: 4h
Rauf: 1290m                        Runter: 1140m
Höchster Punkt: 2510m       Niedrigster Punkt: 1220m

Tourstatistik
Strecke: 632km                    Dauer: 143h
Rauf: 24148m                      Runter: 26878m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


Mittwoch, 19. Juli 2017

33. Tag, österreichische Tribunaulhütte-Innerpflersch

Gegen 8:00 Uhr wanderte ich los. Es war wieder schönes Wetter. Nach kurzem hole ich die Fahrradfahrer wieder ein. Sie müssen das Fahrrad hier auch schieben oder sogar tragen. 


Zusammen liefen wir weiter. Zuerst führte der Wanderweg durch ein Geröllfeld. Stetig geht es bergauf. Anschließend ging es im Zickzack durch eine Wiese steiler rauf. Irgendwann erreichten wir die Scharte. Wir machten eine Pause. Die Aussicht ist spitze! 


Viele Gipfel sehe ich.


Die Radler düsen nun talwärts und ich mache mich auch an den Abstieg. Bald erreiche ich die italienische Tribulaunhütte. Sie steht an einem kleinen See. Dort treffe ich die Radfahrer wieder. Wir trinken etwas zusammen.  
Weiter geht der Abstieg. In vielen kehren führt der Wanderweg steil abwärts. Entlang des Weges hat es wieder viele bunte Blumen. Hier kommen mir sehr viele Tageswanderer entgegen. Langsam ziehen immer dunklere Wolken am Himmel auf. Ich komme vorbei an kleinen Bächen und kleineren und größeren Wasserfällen. Zurück ging es in den Wald hinein. Endlich erreiche ich den Talboden. Bei einer Bank möchte ich meine Mittagspause machen. Kurz darauf fängt es an zu regnen. Schnell packe ich alles wieder ein und ich rüste auf Regen um. Weiter geht mein Weg das Tal runter. Bald erreiche ich eine Straße. Nach etwa 20 Minuten hört der Regen wieder auf und die Sonne ist zurück. Die Wolken verziehen sich fast vollständig. Der Straße folge ich , bis ich Innerpflersch erreiche. Um 14:00 Uhr komme ich beim Hotel Argentum an. 

Tagesstatistik
Strecke: 12.7km                   Dauer: 3h
Rauf: 530m                          Runter: 1350m
Höchster Punkt: 2600m       Niedrigster Punkt: 1220m

Tourstatistik
Strecke: 614.6km                 Dauer: 139h
Rauf: 22858m                      Runter: 25738m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


32. Tag, Obernberg-Österreichische Tribunalhütte

Start war heute um 8:30 Uhr. Die Etappe ist kurz aber heftig. Nicht viele Kilometer, dafür um so mehr Höhenmeter stehen mir bevor. Es ist wieder sonnig und warm. Nur an den Bergspitzen entlang hat es ein paar Wolken. Landschaftlich komme ich heute voll auf meine Kosten. Hohe, felsige Gipfel umgeben mich. Es sind die aus dolomitgestein bestehenden Tribulaune. Hier, und nicht etwa in den Dolomiten, wurde das Dolomitgestein entdeckt. 
Zunächst lief ich zurück zum Gasthaus Waldesruh. Dort bog ich rechts ab und ich wanderte in ein kurzes Seitental hinein. Hier stieg der Wanderweg schon leicht an. Noch war der Aufstieg aber recht gemütlich. 


Kurz vor dem Ende des Tales kam ich zu einer Wegkreuzung. Dort war ein Geocache versteckt. Ich legte eine kurze Pause ein. Nachdem ich den Geocache wieder versteckt hatte, wollte ich zurück zum Rucksack laufen. Dabei übersah ich im hohen Gras einen Ast am Boden. Mit dem rechten Fuß blieb ich daran hängen und stürzte zu Boden. Mit dem linken Oberschenkel knallte ich auf einen Stein runter. Aua, hat das weh getan! Im ersten Moment dachte ich schon, dass wars mit meiner Wanderung. Doch nach einer Weile verging der Schmerz wieder. Es wird sicher ein großer blauer Fleck zurück bleiben und bei Berührung tut es weh, doch beim laufen spüre ich nichts. Nochmals Glück im Unglück gehabt. Meine linke Seite scheint anfällig zu sein. Immer lande ich bei einem Sturz auf der linken Seite. Keine Ahnung warum. 
Jetzt fing der eigentliche Anstieg erst an. Steil im Zickzack ging es den Berg hoch. Die Neigung des Hanges war hier noch nicht zu stark. Durchs Gebüsch wanderte ich nach oben. 


Der Schweiß floss in Strömen. Viele kleine Pausen brauchte ich, denn meine Nase ist noch nicht besser. Stetig kam ich höher hinauf. Bei einem kleinen Bach konnte ich mich eine wenig erfrischen. Zur Mittagszeit erreichte ich eine Hochebene. Hier machte ich meine Mittagspause. 

Da unten war ich heute morgen noch. 
Ein Pärchen kam mir hier entgegen. Die einzigen Wanderer, welche ich heute treffe. Gespannt fragte ich sie über den Wegverlauf aus. Es soll ein nicht gerade leichter Übergang sein. Auch sie sagten mir, dass man Schwindelfrei sein sollte. Jetzt hatte ich natürlich noch mehr Sorgen, ob ich dem gewachsen war. Schlimmstenfalls würde ich halt wieder absteigen. 
Gestärkt ging der Aufstieg weiter. Immer felsiger wurde das Gelände. Es kamen ein paar ausgesetzte Stellen. Doch der Weg war gut und ich konzentrierte mich ganz auf den Weg. So muss ich nicht runterschauen. Dann kam eine Mulde, wo ich durch ein kleines Altschneefeld laufen muss. 


Bald darauf komme ich zum Übergang. Etwa 20 Meter geht es hier am Grat entlang. Auf beiden Seiten geht es runter. Da der Weg hier breit ist, überwinde ich meine Angst und ich laufe Vorsicht weiter. Die ersten paar Meter runter waren noch recht ausgesetzt, auch hier komme ich mit Vorsicht durch. Ein Stein viel mir nun vom Herzen, dass die schwierigen Stellen durch waren! Es war aber nicht so schlimm, wie ich erst befürchtet hatte. 
Im Zickzack geht es runter zu einem Bach. Nicht weit davon entfernt steht die österreichische Tribulaunhütte. Kurz vor der Hütte suche ich noch einen Geocache. Gegen 14:00 Uhr komme ich bei der Hütte an. Im Massenlager bekomme ich eine Matratze zugeordnet. Da ich die erste bin, kann ich den Schlafplatz noch aussuchen. Die Hütte wird von den Eltern vom Skifahrer Manfred Pranger bewirtschaftet. Es sind sehr nette Leute. Vier Generationen helfen hier tatkräftig mit. 
Langsam ziehen immer dunklere Wolken am Himmel auf. Etwa um 16:00 Uhr erreicht uns das Gewitter mit starkem Regen und einem Hagelschauer. Das Gewitter geht weiter bis in die Nacht hinein. Im Massenlager sind nur noch drei Fahrradfahrer untergebracht. Sie machen die Alpenüberquerung von Nord nach Süd. 

Tagesstatistik
Strecke: 9.6km                     Dauer: 2h
Rauf: 1170m                        Runter: 1010m
Höchster Punkt: 2550m       Niedrigster Punkt: 1370m

Tourstatistik
Strecke: 601.9km                 Dauer: 136h
Rauf: 22728m                      Runter: 24388m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


Montag, 17. Juli 2017

31. Tag, Sattelbergalm-Obernberg

Heute war Kaiserhaftes Wetter! Sonne pur und keine Wolken. Erst gegen den Abend kamen ein paar Wolken zum Vorschein. 
Gegen 8:30 Uhr wanderte ich los. Vom Schneetreiben bei der Europahütte habe ich mir eine dicke Erkältung eingefangen! Heute lief meine Nase fast ohne Unterbrechung. Dadurch viel mir das hochlaufen noch schwerer als sonst schon. Aber irgendwie ging es. 
Zuerst stieg ich durch den Wald und dann oberhalb der Waldgrenze hoch zum Sattelberg. Dort oben steht ein schönes Kreuz. Die Aussicht ist grandios! Man sieht den Olperer und viele andere Berge und einige Täler. 

Olperer
Nun gab es zwei Varianten weiter zu wandern. Entweder über die Hügelspitzen, mehr und steilere Höhenmeter, oder ich folge einer alten Militärstrasse. Die erste Variante wäre von den Aussichten her sicher die schönere gewesen. Doch ich wählte die Schotterstraße. So machte ich zwar mehr Kilometer, dafür ging sie im leichtem auf und ab gemütlich dahin. So konnte ich mich aufs tolle Panorama und auf die vielen bunten Blumen konzentrieren. Da hier die Grenze durchgeht, hat es sehr viele alte Bunker entlang der Straße. Sie wurden zu Mussolinis Zeit gebaut. Zwei habe ich näher besichtigt. 
Da hier eine Variante der Alpenüberquerung per Bike durchkommt, traf ich viele Biker. Das Panorama änderte sich immer wieder. Irgendwann kamen der Hochfeiler und der Hochferner hinter anderen Bergen hervor. 


In der Ferne sah ich auch Sterzing und Ein paar Gipfel der Dolomiten. Meine Mittagspause machte ich bei einer kleinen Alm. Es war niemand dort, doch im Brunnen waren Getränke kaltgestellt und daneben war eine Kasse.


Ich steckte ein paar Münzen rein und nahm mir ein Apfelsaft. 

Wieso da wohl Graz steht? Komischer Zufall!
So erfrischt lässt es sich wieder viel besser wandern. Weiter ging es auf der Straße bis zum Sandjöchl. Ab hier folgte ich einem Wanderweg runter ins Tal und zwar auf österreichischer Seite. Halb unten kam ich wieder in eine Schotterstraße rein. Die Bauern waren hier überall am Heuen. Es ging jetzt zurück in den Wald. Bald erreichte ich den Obernberger See. Er liegt mitten im Wald und das Wasser war heute richtig Türkis. Ein sehr schöner Platz. Viele Tagesgäste waren hier. Die Kinder waren am Baden. 
Bei der Kapelle machte ich eine Pause. Natürlich besuchte ich auch noch den Geocache. Später finde ich noch einen zweiten Cache. Nochmals geht es s ein Stück abwärts zum Gasthaus Waldesruh. Leider haben sie kein Zimmer mehr frei. Deshalb muss ich noch die ungefähr zwei Kilometer nach Obernberg weiter laufen. Wenigstens hat es nun kaum noch Gefälle. Es sind nur etwa 50 Höhenmeter runter. Im Almis Alpengasthof finde ich noch ein Zimmer. Dort treffe ich gegen 17:30 Uhr ein. 
Heute sah ich drei Murmeltiere und eine Schlange. Leider konnte ich von der Schlange kein Foto machen. Sie war einfach zu schnell für mich. 

Tagesstatistik
Strecke: 21.8km                   Dauer: 4.5h
Rauf: 760m                          Runter: 1010m
Höchster Punkt: 2210m       Niedrigster Punkt: 1380m

Tourstatistik
Strecke: 592.3km                 Dauer: 134h
Rauf: 21558m                      Runter: 23378m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


Sonntag, 16. Juli 2017

30. Tag, Europahütte-Sattelbergalm

Letzte Nacht hat es heftig gestürmt! Um 7:30 Uhr war ich bereit für die nächste Etappe. Zusammen mit Volker und seinem Neffen suchten wir noch den Geocache neben der Hütte. Es war kein Vergnügen. Es war -1 Grad kalt und der Wind pfeift immer noch ordentlich. Doch schließlich fand Volker die kleine Dose. Nun hieß es Abschied nehmen, denn Volker wandert eine andere Route als ich weiter. 
Durch ein großes Steinfeld ging es nun für mich sehr lange abwärts. 


Zwischendurch hat es auch kleine Wiesen mit Kühen. Am Morgen ist der Himmel noch bedeckt. 


Gegen Mittag kommt dann die Sonne raus und es wird ein herrlicher Nachmittag. Die Berge um mich herum sind atemberaubend schön! Steil geht es runter in den Wald und zum Talboden. Auf einer Schotterstraße laufe ich vorbei an zwei Almen. Die Bauern haben das Gras gemäht. Es duftet sehr gut! 
Kurz vor dem Mittag komme ich beim Brennerpass an. Dort gehe ich ins Outletcenter. So kann ich endlich einmal wieder ins Internet. Im Restaurant esse ich eine Kleinigkeit. Dabei kann ich auch mein Handy aufladen. 
Nach etwa zwei Stunden wandere ich wieder weiter. Der Pfad geht nun sehr steil den Hügel hoch. Wenigstens ist er im Wald und ich kann im Schatten laufen. Es kostet mich einiges an Schweißtropfen hier hoch zu kommen. Obwohl es im Zickzack rauf geht, ist der Weg sehr steil. Das letzte Stück geht noch über eine Metalltreppe hoch. Erschöpft erreiche ich eine Hochebene. Endlich geht es flach weiter. Bald komme ich in eine Forststrasse rein und der folge ich bis zur Sattelbergalm. Die Alm erreiche gegen 15:30 Uhr. Dort kriege ich ein Dreibettzimmer für mich alleine. Eine tolle Unterkunft ist das hier. Schöne einfache Zimmer mit Strom. Es hat Internet und eine Dusche. Das Essen schmeckt super und das Personal ist sehr freundlich! Dazu kommt noch das tolle Panorama! 


Nach der Dusche genieße ich die Sonne auf der Terrasse. Es hätte sogar eine Sauna und einen Whirlpool. 

Tagesstatistik
Strecke: 12km                      Dauer: 3h
Rauf: 390m                          Runter: 1400m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 1360m

Tourstatistik
Strecke: 570.5km                 Dauer: 129.5h
Rauf: 20898m                      Runter: 22368m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


29. Tag, Stein-Europahütte

Da heute eine kürzere Etappe auf dem Plan stand, schlief ich mal länger. Erst nach 8:00 Uhr ging ich zum Frühstück runter. Das Wetter war heute richtig mies. Es war eiskalt, dazu wehte immer wieder der Wind. Mehrmals gingen Schneeschauer auf mich nieder! Es ist ar so richtig ungemütlich draußen. 
Um 9:00 Uhr wanderte ich los. Ein Wanderweg führte mich durch den Wald aufsteigend zur 4. Kehre der Schotterstraße. Dort bog mein Wanderweg wieder ab und nun ging es recht steil ansteigendend aufwärts weiter. Die Schuhe waren schnell durchnässt. Der Weg war schmal und ich streife immer wieder das Gras oder Büsche. Vorbei geht es an vielen kleinen Bächen. Irgendwann erreiche ich eine verfallene Alm. Dort mache ich eine kurze Pause. Die Pausen sind heute wegen des Wetters immer recht kurz. Da alles nass ist, kann ich mich auch nirgendwo hinsetzen. Nur kurz, etwa 5 Minuten lang, scheint mal die Sonne. Im Tal unten scheint sie viel mehr. Leider ist das tolle Panorama heute fast nicht zu sehen. Die Berge verstecken sich in den Wolken. 
Weiter geht der Aufstieg. Als ich zu einer Abzweigung komme, hier kommt der Weg vom Pfitscherjoch dazu, verwandelt sich der Weg in eine Autobahn. Schön breit und sehr gut ausgebaut ist der weitere Weg nun.


Ganz kurz sehe ich eine Gams. Leider ist sie zu schnell für ein Foto. Der weg geht nun längere Zeit in leichtem hoch und runter weiter. Das Gelände ist sehr steinig. Oft läuft man über Steinplatten. Nur wenig Gras und Blumen hat es hier oben. Die Etappe zieht sich sehr in die Länge. Aber das ist vermutlich nur ein Gefühl. Wäre das Wetter besser, würde ich diese Wanderung sehr genießen. Denn die Landschaft ist einfach toll und das Panorama wäre auch super! Leider friere ich heute und stapfe durch den Schnee weiter. Inzwischen bleibt ein schäumchen Schnee liegen. 


Das letzte Stück geht nochmals steiler hoch zu einem Übergang. Knapp dahinter kommt die Europahütte aus dem Nebel hervor. Zuerst sah ich sie gar nicht und wollte noch in die falsche Richtung laufen. Kurz nach 13:30 Uhr erreiche ich frierend und durchnässt endlich die Hütte. Ich war noch nie so froh, eine Hütte zu sehen!
Schnell ziehe ich mir trockene Kleider an und nach einer wärmenden Suppe taue ich langsam wieder auf. 
Die Europahütte ist sehr speziell. Die Grenze geht nämlich mitten durch die Hütte. Deshalb wird sie von zwei Sektionen betrieben. Man kam also in Italien schlafen und geht dann nach Österreich essen. 
Am Abend hatten wir dann noch einen Event. Volker und sein Neffe haben ihn Organisiert. Volker startet heute seine Tour zur zweiten Phase. Das Event war sehr spannend. Wir tauschten viele Informationen aus. Es war schön euch getroffen zu haben. Dir Volker wünsche ich viel Glück bei Phase zwei.

Tagesstatistik
Strecke: 9.3km                     Dauer: 2.5h
Rauf: 1120m                        Runter: 40m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 1550m

Tourstatistik
Strecke: 558.5km                 Dauer: 126.5h
Rauf: 20508m                      Runter: 20968m
Höchster Punkt: 2700m       Niedrigster Punkt: 330m


28. Tag, Pfunders-Stein

Heute machte ich einen fruhen Start. Die Etappe wird als lang und anstrengend angegeben. Zudem soll es nachmittags schlechtes Wetter geben. So wanderte ich bei kühlen Temperaturen um 6:00 Uhr los. Das Frühstück wurde mir bereitgestellt. 
Es war neblig aber trocken. Der Straße folgte ich aufwärts bis Dun. Von dort ging es auf einer Schotterstraße weiter links in ein Seitental hinein. Mächtige Berge umgeben mich. Auch wenn sie sich ein wenig im Nebel verstecken. Zuerst geht die Straße noch durch den Wald, doch schon bald bin ich über der Waldgrenze und ich erreiche Almwiesen. Heute scheint Murmeltiertag zu sein. Bei dieser Tour sah ich bisher kein einziges. Nun sehe ich heute gleich zwanzig von Ihnen! Überall pfeift es. 


Vorbei geht es an einer ersten Alm. Hier scheint niemand zu sein. Steiler geht es hoch zu einer zweiten Alm. Hier trinke ich etwas und ich schwatze ein wenig mit dem Senner. Die Aussicht ist toll!


Obwohl es ein langer Aufstieg ist, kann ich das Wandern heute genießen. Es gibt ja auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Das lenkt mich von den Strapazen ab. Eine Zeitlang sah es aus, als ob es ein schöner Tag wird. Der Nebel löste sich langsam auf und blauer Himmel kam zum Vorschein. Die Berge waren sogar im Sonnenschein zu sehen. Leider war das nur von kurzer Dauer. Bald war der Himmel völlig bedeckt. Ein leichter Wind kam auf und es wurde richtig kalt. So machte ich nur kurze Pausen, sonst wäre ich richtig ausgekühlt. Da ich hochlief, schwitzte ich nämlich trotzdem. 
Hinter der Alm ging es nun auf einem Wanderweg weiter. Durch Wiesen ging es stetig hoch zu einem See. Hier machte ich meine kurze Mittagspause. Es fing nun leicht zu regnen an. So machte ich alles regendicht und ich zog meine Regenjacke und Regenhosen an. Allerdings mehr als Windschutz, denn gegen den Regen. Ich wurde nicht mal richtig nass. Es rieselte mehr. Dieser Regen jeden Nachmittag oder Abend geht mir langsam auf den Wecker! Kann es nicht mal wieder einfach einen ganzen Tag lang schön sein? 
Nach dem See folgte ein steiniger Aufstieg zur Gliederscharte. Hier liegen auch noch einige Schneefelder. Der Wanderweg ist aber Schneefrei. Kurz vor der Scharte kommen mir die ersten Weitwanderer entgegen. Es werden noch ein paar folgen. Am Mittag habe ich die Gliederscharte endlich erreicht! Ein kleines bisschen bin ich stolz, wie leicht mir der Aufstieg fiel. Leider hüllt sich der Hochfeiler mit seinen Gletschern in den Nebel ein. Von hier hätte man eine schöne Sicht auf diesen Zillertaler Gipfel. Der Wind bläst gewaltig auf der Scharte und es ist eisig kalt. Deshalb beginne ich recht schnell den Abstieg. Über ein Geröllfeld geht es im Zickzack runter. Weiter unten lässt der Wind ein wenig nach und ich mache eine Pause. Langsam verschwindet der Nebel beim Hochfeiler und ich warte geduldig bis er fast ganz zu sehen ist. Wunderschön, die Berge und die Gletscher! 

 
Wie klein wir doch sind auf dieser Erde. 
Stetig geht es nun runter ins Tal. Durch bunte Blumenwiesen folge ich dem Weg runter zum Bach. Auf der anderen Bachseite geht es zurück in den Wald. Bald stoße ich auf die Schotterstraße, welche vom Pfitscherjoch runterkommt. Ihr folge ich runter bis nach Stein. Es ist ein winziges Dorf. Nur 3-4 Gebäude. Es hat einen Gasthof. Dort habe ich ein Zimmer reserviert. Gegen 15:30 Uhr erreiche ich viel früher als geplant den Gasthof. So hat mein Körper wenigstens Zeit sich zu erholen. 
Kai, ich habe deine Grüße an Sonja weiter geleitet. Ich soll dich ganz herzlich zurück Grüßen!

Tagesstatistik
Strecke: 19.5km                   Dauer: 4.5h
Rauf: 1470m                        Runter: 1180m
Höchster Punkt: 2640m       Niedrigster Punkt: 1150m

Tourstatistik
Strecke: 549.2km                 Dauer: 124h
Rauf: 19388m                      Runter: 20928m
Höchster Punkt: 2640m       Niedrigster Punkt: 330m